H. Kiesel

Herbert Kiesel

Herbert Kiesel

Herbert Kiesel

05.07.1965 Dienstantritt in Oerlenbach.

Ausbildung in der 3./ GSG 2, 10. Hundertschaft.

Danach bis 31.12.1966 in der 9. Hundertschaft.

Abgeordnet zur Wachhundertschaft Bonn für 6 Monate.

Aus der Dienstzeit von Herbert Kiesel ist hier ein äußerst schön gestaltetes (!!) Album zu sehen. Ich habe mich entschlossen, die Bilder nicht einzeln heraus zu arbeiten, sondern die Seiten.

40 Seitenbilder mit über 130 Einzelbildern geben einen Einblick über nicht nur seine Dienstzeit, sondern wie es zu dieser Zeit in der einen oder anderen Weise doch letztlich überall gleich war.

Oberleutnant im BGS FASTENRATH, unser Hundertschaftsführer während meiner Zeit in Bonn. Er schreitet eine Ehrenformation anlässlich des Geburtstages von Bundeskanzler Ludwig Erhard ab.

Oben links: Kamerad Wimmel

Oben rechts: Stube 31 (von rechts: Böhringer, Teurer, Figge, ich selbst)

Unten links: Vor einer Geländeausbildung

Bild rechts: Kamerad teurer

Bild unten links: H. Kiesel (rechts) mit Kamerad Böhringer.

Bild oben rechts: H. Kiesel (links) mit Kamerad Figge

Bild rechts: Unser Zug (auch im Bild unten links in der Mitte) marschiert an General i. BGS Dippelhofer vorbei.

Übung "HESSEN" in der Nähe von Usingen.

Bild oben links: 2. von rechts Gruppenführer Wachtmeister i. BGS Fesenberg (Spitzname "Fese") sowie die Kameraden Förstner, Spitzer und Kiesel. Der Kamerad ganz links kam aus Oerlenbach, sein Name ist aber nicht mehr bekannt.

Die anderen Bilder zeigen H. Kiesel.

Die Übung "HESSEN" war sehr anstrengend. Wir bekamen extrem wenig Schlaf und die Nächte waren kalt und nebelig.

Bild oben links von links nach rechts: Fahnenjunker (Name entfallen - kam aus Oerlenbach), Fese, Spitzer und Kiesel.

Die unteren Bilder stammen vom Rückmarsch.

Bild unten links von links nach rechts: Jäger, Wimmel, Kiesel

Bild unten rechts: Kiesel vor dem zuverlässigen Hanomag

Manchmal wurde der Drill schon sehr, sehr stark übertrieben. Aus diesem Umstand entstand das Bild "mit Galgenhumor" oben links.

Abteilungsübung im Spätherbst in der Nähe von Bamberg.

Die beiden Bilder links zeigen von links nach rechts: Kameraden Abel, Gross und Kiesel.

Im Hintergrund unser MG 42 auf Lafette.

Bild oben in der Mitte: Kameraden Gross, Kiesel, Kuhr (aus Bad Kissingen)

Bild oben rechts: Kamerad Kuhr (mit Helm) auf Wache vor dem Abteilungsführungsstab während der Übung.

Zur Weihnachtsfeier beschenkte unsere Hundertschaft Waisenkinder aus einer Nachbarstadt. Zu Gast waren zwei amerikanische Offiziere aus der Garnison Bad Kissingen eingeladen. Es gab nachmittags Kaffee und Kuchen, für die Kinder Kakao. Am Abend aßen wir halbe Hähnchen und tranken eine Flasche Bier dazu.

Auf dem Bild oben ist ganz rechts unser Spieß zu sehen.

Bild unten links: rechts neben der vorderen Schwester Hundertschaftsführer Zumkley, links der vordereen Schwester der Kdr., Oberstleutnant i. BGS (Name nicht mehr bekannt).

Hauptmann i. BGS Zumkley war bei den Mannschaften beliebt, obwohl er streng war. Er war derjenige, der der 9./- Hundertschaft den Namen "Tigerhundertschaft" gab.

Bei Kaffee und Kuchen der 2. Zug der 9. Hundertschaft

Bild oben rechte Reihe von vorne: Hanf, Härter, Böhringer, Gross

Linke Reihe von vorne: Kiesel, Förstner, Eggert

Oberes Bild: unser Zugführer mit einem Fahnenjunker und einem amerikanischen Gast

Bild unten links: Die Kameraden Haggenmüller, Jäger, Figge und gerade noch zu erkennen Beuchler.

Bild unten rechts: Der gemütliche Teil hat begonnen - die Sitzreihenfolge änderte sich.

Meine Stubenkameraden Stube 31 während der sechsmonatigen Grundausbildung in der 10. Hundertschaft. Anschließend folgte eine vierteljährige Spezialausbildung mit der Beförderung zum Truppjäger. Links: Manfred Böhringer, rechts: Oskar Teurer, unten: Edmund Figge

In unserem Stammlokal in Oerlenbach waren wir immer gern gesehene Gäste. Unser "Fese" war gern in unserer Mitte und hat fleißig mitgefeiert.

Bild unten rechts: Kameraden Böhringer, Spitzer, Jäger und Wimmel

Auf Grenzstreife in der Nähe von Königshofen.

S/W-Bilder oben: Wir machen uns fertig zur nächtlichen Grenzstreife (ca. 23.00 Uhr). Fahrer: Kam. Jäger,Mitte ein Kamerad aus Bad Neustadt, rechts H. Kiesel.

Bilder unten: Unsere Stammkneipe hat uns wieder....

Linkes unteres Bild linke Reihe: Härter, Beuchler, Haggenmüller. Rechte Reihe: Eggert, Kiesel, Gross, Gründler, Hanf, Förstner, Kropp

Rechtes unteres Bild linke Reihe: Kropp, Förstner, Gründler, Hanf, Gross, Kiesel. Rechte Reihe: Böhringer, Beuchler

Abkommandiert für ein halbes Jahr nach Bonn zur Wachhundertschaft unter dem Kommando von Oberleutnant i. BGS Fastenrath. Die Bilder zeigen H. Kiesel als Streifenposten, als Doppel-Ehrenposten und auf Freiwache in der Streife 5, die hoch über dem Rhein verlief. Die Aufnahmen entstanden im Park des Palais Schaumburg und direkt vor dem Eingang zum Palais des Bundeskanzleramtes (BKA). Die Wachhundertschaft setzte sich aus drei Zügen zusammen - entsprechend den grenzschutzkommandos: Zug Nord, Zug Mitte und Zug Süd.

H. Kiesel als Ehrenposten vor dem Bundeskanzleramt. 30 Minuten regungslos wie eine "Deutsche Eiche" und sobald die Minister und natürlich der Bundeskanzler das Amt betraten, das Gewehr zu präsentieren. Nach 20 Minuten eisernem Stehen waren die Finger und die Hand eingeschlafen und das Präsentieren wurde zur Qual. Die Wachablösung war ein formelles Procedere und wurde von uns sehnsüchtig erwartet. Bei Staatsbesuchen standen immer Doppel-Ehrenposten.

Kameraden Steigerwald, Teurer, Spitzer und Kiesel während einer Freiwache.

Palais Schaumburg von der Rückseite und Vorderansicht. Im Palais befand sich das Bundeskanzleramt.

Oben links: Kamerad Spitzer auf Freiwache.

unten: H. Kiesel als Streifenposten vor dem Bundeskanzleramt.

Oben rechts: Bungalow des Bundeskanzlers Ludwig Erhard.

rechts oben und links unten: mit Kamerad Teurer,

rechts mit Kamerad Wimmel auf einem englischen Saladin Panzerspähwagen mit einem 7,65 cm Geschütz. Aufgenommen in Bonn-Duisdorf, Galwitz-Kaserne.

Mit Kamerad Härter hinter dem Palais während einer Freiwache. Bild unten entstand während einer Betreuungsfahrt nach Königswinter ins Schwimmbad.

Vor Wachantritt werden Kleiderordnung, Lederzeug, Stiefel und Waffen kontrolliert. der Stellvertreter meldet dem Zugführer, Leutnant Rattei , dass alles vorschriftsmäßig ist und nun die "Vergatterung", mit Bekanntgabe des Kennworts für diesen Tag, durchgeführt werden kann. Anschließend führte uns eine halbstündige Fahrt mit unseren Hanomags nach Bonn, zum Bundeskanzleramt, Außen - und Innenministerium. Während der Fahrt hatte man nicht zu rauchen, zu sprechen, nicht den Kopf zu wenden und natürlich nicht den Mädchen nachzupfeifen - man saß praktisch in " Achtungstellung ", das G 1 zwischen den Beinen fest in beiden Händen haltend.

Bild oben links: hier sind deutlich die unterschiedlichen Stahlhelm-Formen zu erkennen.

Oben rechts: Leutnant Rattei , ohne Helm. Die Kinder gehören zu BGS - Angehörigen, die in der Kaserne wohnten.

Die Bilder unten zeigen H. Kiesel während einer Außenstreife im Innenministerium. Die Innenstreifen trugen nachts Turnschuhe, die so genannte Schleichstreife. Während der Wache durften wir nicht von Wachhabenden oder Wachoffizieren kontrolliert werden, denn wir hatten in regelmäßigen Abständen Stechuhren zu bedienen. Jeder der sich, außer uns, nachts in diesen Gebäuden bewegte, spielte mit seinem Leben. Soweit ich (H. Kiesel) mich nach über 50 Jahren erinnere, hatten wir die Erlaubnis, von der Schusswaffe, ohne Warnschuss, Gebrauch zu machen.

Wir konnten auch anders - rechts mein Kamerad Wolfgang Hanf.

Bild oben: Kamerad Erich Steigerwald,

Bild unten: neben mir die Kameraden Günter Wimmel und Wolfgang Hanf, meine Stubengenossen

Staatsbesuch im Bundeskanzleramt mit Wachbataillon der Bundeswehr.

Besichtigungsfahrten führten uns zu Rhein und Mosel. Oben, die Kameraden Abel und Teurer. Unten, Härter und Steigerwald. Unten rechts, Fachschule mit Herrn Schwarte.

Meine Kameraden Wimmel und Willi in einer Gaststätte in Bonn. Kamerad Härter mit mir am Rhein.

58. und letzte Wache in Bonn, Innenministerium; hier steht neben mir der Kamerad Eggert, kniend Wimmel und Hanf.

Bild unten, Kamerad Wimmel neben mir. Wimmel kam ebenfalls aus Bad Kissingen. Untergebracht waren wir für dieses halbe Jahr in der Galwitz - Kaserne bei der Grenzschutz - Fernmeldeabteilung, 2. Hundertschaft.

Am 29. Juli 1966 traten wir die Rückreise nach Oerlenbach an. Bild unten, von links, die Kameraden Härter, Wimmel. Kiesel und Teurer, unten Hanf.

Nun wieder unsere eigentliche Aufgabe - Grenzstreife - hier bei Meinigen. Oben von links, Härter, Gründler, Kiesel und unser Streifenführer Eggert mit MPi. Unten beobachtet Kamerad Gründler den Todesstreifen.

In unserer Stammkneipe in Oerlenbach - sonst kein Kommentar - die Bilder rechts sprechen für sich.

Reserve hat Ruh !

Oben linke reihe: die Kameraden Förstner, Hanf, Figge, Gründler, Härter und Kropp. Oben rechte Reihe: Hanf und Gründler, es sieht aus, als wären sie traurig, anscheinend hat es auch den Beiden im BGS gut gefallen. Unten von links, Hanf, Figge, Gründler, Härter, ich schon in Zivil, neben mir Kropp.

Teils Freude, teils traurig.

Ich gehe zum letzen Male durch das Tor, der Wachhabende ist Kamerad Haggenmüller.