Schwarzenbek

Das Buch "Grenzschutzabteilung Schwarzenbek - Chronik 1971-1996" wurde mir dankend als Leihgabe von Stefan Kuck aus Brmen in gutem Zustand zur Verfügung gestellt.

Ein Kopieren über den Scanner hätte den Buchrücken zu sehr strapaziert. Die darin enthaltenen Bilder wurden daher fotografiert.

Mit seinen 174 Seiten ist das Buch zu umfangreich, um es in ein einziges PDF-Dokument zu packen. Es wurde daher abgeschrieben (hier gilt besonderer Dank für seine Hilfe Frank Reichow) und die Inhalte/Abschnitte in entsprechende Kartenreiter untergliedert.

Herausgeber war der Bundesgrenzschutz Schwarzenbek, Verfasser PHM i.BGS Uwe Haak. Um keine rechtlichen Probleme mit seiner Wiedergabe auf dieser Seite zu erhalten hielt ich mit dem Bundespolizeipräsidium (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) als nachfolgende Institution des Rechteinhabers Rücksprache.

Die Wiedergabe des Buches erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Bundespolizeipräsidiums Potsdam -Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,

StSt ÖA - 21 02 02 - 214/08 vom 23. September 2016,

und Einwilligung von Uwe Haak, zu dem "über fünf Ecken" Kontakt hergestellt werden konnte.

Chronik

der

Grenzschutzabteilung Nord 2

Schwarzenbek

1971 - 1996

____________________________________________________

Verfasser: Polizeihauptmeister im BGS Uwe Haak

Herausgeber: Bundesgrenzschutz Schwarzenbek

Mit freundlicher Unterstützung durch

- Bundesgrenzschutzverband (BGV)

- Gewerkschaft der Polizei (GdP)

- Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG)

Quellen:

u.a. Schriften vergangener Standortjubiläen.

Lokalzeitungen, dienstliche Schreiben und

mündliche Überlieferungen.

Fotos:

- Archiv BGS Schwarzenbek

- Aufnahmen des Verfassers

Grußwort

der Stadt Schwarzenbek

Seite 4

Grußwort

des Präsidenten des Grenzschutzpräsidiums Nord Herrn Präsident Dieter Felber

Seite 5

Einleitung

durch den Abteilungsführer der Schwarzenbeker Abteilung Polizeioberrat im BGS Peter Kotzel

Seite 6

Teil I

Personen, Daten, und Entstehung

Seite 7

Teil II

Entwicklung und wesentliche Einsätze

Seite 46

Teil III

Archivarisches / Anekdotisches

Seite 142

Grußwort der Stadt Schwarzenbek

Grußwort zum 25jährigen Bestehen der Grenzschutzabteilung Nord 2

Im Zeitraum von 1969 bis 1972 wurde Schwarzenbek zum Standort zweier Bundeseinrichtungen, der Bundeswehr und des Bundesgrenzschutzes, die überregionale Bedeutung hatten bzw. haben.

Mit diesen Standortgründungen erhielt die Stadt mit ihrem Umland neue Impulse, die auch das Leben hier nachhaltig prägen. Schon im Jahre 1957 hat das Bundesministerium des Inneren entschieden, dass Schwarzenbek Standort einer Bundesgrenzschutzabteilung werden soll. Diese Standortentscheidung war ein Teil der Wiederaufarbeit nach dem II. Weltkrieg. Das durch die Verdreifachung der Bevölkerung zwischen 1939 und 1950 von 2300 auf 6700 Einwohnern und der Stadtwerdung im Jahre 1953 anwachsende Gemeinwesen suchte regelrecht neue Aufgaben. Unter diesen Vorzeichen sind auch die kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklungen der 50er und 60er Jahre zu sehen; zu nennen sind hier zum Beispiel die Gründung der Volkshochschule, die Ansiedlung der Firma Wilhelm Fette sowie die Aktivitäten in der Städteverbrüderung.

Die Stadt Schwarzenbek verdankt ihre Eigenschaft als BGS-Standort insbesondere der damaligen Nähe zur innerdeutschen Grenze. Die Dienstkräfte des Bundesgrenzschutzes trugen zum Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger im ehemaligen Grenzgebiet wesentlich bei.

Mit der Vollendung der staatlichen Einheit Deutschlands am 03. Oktober 1990 ist der Auftrag zur Sicherung der früheren Grenzlinie erfüllt worden. Die daraus resultierenden Folgen für den Bundesgrenzschutz sind erst nach diesem historischen Ereignis sichtbar geworden und haben zu einer Neuorientierung der Aufgaben und Neustrukturierung der Organisation geführt, die aber noch nicht endgültig abgeschlossen ist.

Die Bundesgrenzschutzabteilung Schwarzenbek ist aber auch als Arbeit- und Auftraggeber von großer Bedeutung, das Wirtschaftsleben unserer Region wird hierdurch maßgeblich beeinflusst und gestärkt. Die zahlreichen Veranstaltungen haben darüber hinaus aber auch das kulturelle Geschehen in unserer Stadt geprägt und zu verbesserten Aktivitäten beigetragen.

Zuverlässigkeit in der Aufgabenwahrnehmung sowie Engagement der Dienstkräfte kennzeichnen den Bundesgrenzschutz und machen ihn zu einem unverzichtbaren Bestandteil eines integrierten Sicherheitssystems von Bund und Ländern.

Aus Anlass dieses Jubiläums möchten wir auch ausdrücklich feststellen, dass unsere Bundesgrenzschutzabteilung aus vielerlei Gründen zu einem nicht mehr wegzudenkenden Faktor in der Region Schwarzenbek geworden ist und verweisen hierzu auch auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 29. September 1995, der die Forderung zur Sicherung des Bundesgrenzschutzstandortes Schwarzenbek nachhaltig beinhaltet.

Im Namen der Stadt Schwarzenbek danken wir der Grenzschutzabteilung Nord 2 für ihr erfolgreiches Wirken im Dienste der Gemeinschaft und verbinden damit die besten Wünsche für einen harmonischen Verlauf dieses Jubiläums sowie für eine gesicherte und glückliche Zukunft in unserer Stadt in Frieden und Freiheit.

Schwarzenbek im Februar 1996

Gezeichnet

Gezeichnet im Grußwort unten links

Gezeichnet im Grußwort unten links

Gezeichnet im Grußwort unten rechts

Gezeichnet im Grußwort unten rechts

Grußwort des Präsidenten des Grenzschutzpräsidiums Nord

Präsident des GSP Nord - D. Felber

Präsident des GSP Nord - D. Felber

Mit Erlass vom 28.06.1971 beauftragte das Bundesministerium des Innern das Grenzschutzkommando Küste, die Grenzschutzabteilung III/7 aufzustellen. Diese neue Abteilung wurde der Grenzschutzgruppe 7 in Lübeck unterstellt und bildete damit deren dritten Einsatzverband im Verlauf der innerdeutschen Grenze in Schleswig-Holstein.

Als Standort wurde Schwarzenbek festgelegt. Der Bau der Unterkunft hatte bereits 1967 begonnen und konnte 1972 weitgehend abgeschlossen werden. Das Rahmenpersonal, das zunächst in Neutramm, Bad Bramstedt und Lübeck den Aufbau der Abteilung vornahm, konnte im September 1972 mit Abteilungsstab und zwei Hundertschaften die neue Liegenschaft am Nordrand Schwarzenbeks beziehen.

Mit diesem Schritt wurde eine deutliche Verbesserung in der Überwachung der damaligen innerdeutschen Grenze im Kreis Herzogtum Lauenburg erreicht.

Der einstige Anlass für die Aufstellung dieses Verbandes und damit die ursprüngliche Schwerpunktaufgabe sind nach der Wiedervereinigung am 03.10.1990 entfallen.

Im Rahmen der anschließenden Umgliederung des Bundesgrenzschutzes wurde das Grenzschutzpräsidium Nord vorgesetzte Mittelbehörde der dann umbenannten Grenzschutzabteilung Nord 2.

Vielfältige Einsätze an den Grenzen zu Polen, Tschechischen Republik und zu Dänemark, an der EU-Binnengrenze, Einsätze im bahnpolizeilichen Aufgabenbereich und zur Unterstützung der Bundesländer auf deren Anforderung haben seitdem den dienstlichen Ablauf in Schwarzenbek bestimmt. Hinzu kam ein umfassender Ausbildungsauftrag mit bis zu 255 Dienstanfängern.

Alle Beschäftigten der Grenzschutzabteilung Nord 2 haben in den zurückliegenden 25 Jahren mit dazu beigetragen, das die vielfältigen Aufgaben, die der Abteilung gestellt wurden, erfüllt werden konnten.

Ich danke Ihnen allen für ihr Engagement und baue auch künftig auf ihre Bereitschaft, sich für die innere Sicherheit in unserem Land einzusetzen.

Einleitung durch den Abteilungsführer Polizeioberrat im BGS Peter Kotzel

Die vergangenen 25 Jahre waren für die Angehörigen der in Schwarzenbek untergebrachten Einsatzabteilung geprägt durch

-> den Dienst an der innerdeutschen Grenze

-> die Anforderungen im Zusammenhang mit der Vereinigung beider Teile Deutschlands

-> die in den letzen Jahren zunehmenden hohen Belastungen durch Einsätze an den Auslandsgrenzen auf Flughäfen sowie zur Unterstützung der Bahnpolizei und der Polizei der Bundesländer

Hinzu kamen

-> die BGS-Reform I in den Jahren 1991/1992 mit gravierenden Veränderungen für einen erheblichen Teil des Personals

und

-> die BGS-Reform II, die 1995 begann und deren Auswirkungen für die hiesigen Beschäftigten derzeit nur in Umrissen erkennbar sind.

Ich danke allen Beschäftigten der Abteilung für ihr Engagement und die geleistete Arbeit.

Der Stadt Schwarzenbek danke ich für die freundliche Aufnahme des Bundesgrenzschutzes und die aufgeschlossene Zusammenarbeit über die langen Jahre.

Zu danken ist auch dem Verfasser der Chronik, Herrn Polizeihauptmeister im BGS Haak, für die mit viel Geduld und Fleiß erfolgte Zusammenstellung.

Schwarzenbek, im Mai 1996

Personen, Daten und Entstehung

Grenzschutzabteilung Nord 2

Möllner Str. 44

21493 Schwarzenbek

Personen, Daten

und

Entstehung

Abteilungskommandeure

Seite 8

Aufstellung der Grenzschutzabteilung III/7

Seite 9

Stellenbesetzung

Seite 10

Entstehung des Standortes Schwarzenbek

Seite 14

Grenzschutzunterkunft

Seite 21

Blick in die Grenzschutzunterkunft Schwarzenbek

Seite 23

Die Stadt Schwarzenbek

Seite 31

Besuche in der Abteilung

Seite 34

40-jährige Dienstjubiläen

Seite 44

Frauen im Bundesgrenzschutz

Seite 45

Aufstellungsdatum: 19. August 1971

Oberstleutnant im BGS Karl-Heinz Schütt, 19.08.71-24.07.1975

Polizeidirektor im BGS Kurt Krüger, 01.12.1975-31.08.1981

Polizeidirektor im BGS Horst Windisch, 01.09.1981-31.10.1982

Polizeidirektor im BGS Jerk Hansen. 01.11.1982-31.05.1988

Polizeioberrat im BGS Peter Sacker, 01.06.1988-30.06.1991

Polizeioberrat im BGS Peter Kotzel, 01.07.1991-

Angehörige der Abteilung seit 01. September 1971

POK Kiel

Herr Troll

POK Söffing

POK Gabriel

POK Schröder

POK Draheim

PHM Christeleit

POK Willer

PHM Kupka

POK Matz

POK Wörsching

POK Münchow

PHM Hambach

Aufstellung der Grenzschutzabteilung III/7 (Schwarzenbek)

gem. BMI - Mitteilungsblatt BGS Nr. 14/71 Seite 230 v. 28.06.1971

1. Durch Grenzschutzkommando Küste ist im Einvernehmen mit Grenzschutzverwaltung Küste die Grenzschutzabteilung III/7 gemäß Organisations- und Stellenplan des Bundesgrenzschutzes (gültig ab 01.01.1971) die Grenzschutzabteilung Schwarzenbek aufzustellen.

Dazu sind für die erste Aufstellungsphase vorzusehen:

- Teile Abteilungsstab

- zwei Jägerhundertschaften

- Teile Verwaltungsstelle

2. Für die GSA III7/ wird Schwarzenbek als endgültiger Grenzschutzstandort bestimmt. Bis zur Bezugsfertigkeit der für die Unterbringung der unter 1. genannten Teile der GSA III/7 in Schwarzenbek bestimmten Gebäude sind die aufgestellten Teile der GSA III/7 in anderen GS-Unterkünften des Grenzschutzkommandos Küste unterzubringen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Raumgebühr für unterkunftspflichtige Beamte eingehalten wird.

3. Beginn der Aufstellung der GSA III/7 ab 01. September 1971. Die Planstellen und Stellen der Verwaltungsstelle können, soweit erforderlich, bereits früher besetzt werden.

4. Die ärztliche Versorgung ist durch den Kommandoarzt des Grenzschutzkommandos Küste sicherzustellen.

5. Zuweisung von Kraftfahrzeugen, Fernmeldegerät, Waffen, Munition und sonstigem Gerät erfolgt gesondert.

6. Die Ausstattung mit Ausrüstungs- und Bekleidungsstücken regelt GSK Küste. Bis zur Fertigstellung des Kammergebäudes in Schwarzenbek ist die von der Beschaffungsstelle gelieferte und noch nicht benötigte Dienstkleidung bei der GSA I/7 in Ratzeburg einzulagern.

7. Fachschulpflichtige Polizeibeamte im BGS nehmen bis zur Verlegung in die GS-Unterkunft Schwarzenbek am Unterricht der Grenzschutzfachschulen der GS-Standorte teil, in denen sie untergebracht sind. Bei Belegung der GS-Unterkunft Schwarzenbek ist dort eine Grenzschutzfachschule einzurichten.

Die beim Grenzschutzkommando Nord vorhandene Reserveausstattung an Lehr- und Lernmitteln ist zur Einrichtung der GS-Fachschule Schwarzenbek zu verwenden.

8. Grenzschutzkommando Küste meldet:

- Vollzug der Teilaufstellung gem. Ziffer 1

- Bezug der GS-Unterkunft Schwarzenbek

mit Anschriften, Fernsprech- und Fernschreibanschlüssen

19.08.1971 Befehl zur Aufstellung der III./GSG 7 Schwarzenbek; hier: 1. Aufstellungsphase

Bezug: GSK Küste - Abt. I - III - Az.: 10/10/17 vom 19.08.1971, Br.B.Nr. 701/71

Abteilungsstab mit Teilen, 2 Jägerhundertschaften, Stabshundertschaft mit Teilen und Verwaltungsstelle mit Teilen.

Abteilungskommandeur

Major im BGS Schütt

Adjutant

Hauptmann im BGS Block

Hilfssachbearbeiter I/Org. zgl. Innendienstleiter

Hauptmeister im BGS Schröder

Hundertschaftsführer 9. GSG 7

Hauptmann im BGS Hansen

Innendienstleiter

Hauptmeister im BGS Holst

Hundertschaftsführer 10. GSG 7

Oberleutnant im BGS Staats

Innendienstleiter

Hauptmeister im BGS Kiehl

Leiter der Grenzschutzverwaltungsstelle Schwarzenbek

Regierungsoberinspektor im BGS Kraemer

Die Abteilung wird der Grenzschutzgruppe 7 (GSG 7) unterstellt.

01.09.1971

Das vorgesehene Rahmenpersonal der III./GSG 7 wird mit Wirkung vom 01.09.1971 in die Standorte Neutramm und Bad Bramstedt bzw. Lübeck versetzt.

Die Aufstellung der Grenzschutzverwaltungsstelle Schwarzenbek wird durch Einzelverfügung der Grenzschutzverwaltung (GSV) geregelt.

Abteilungskommandeure:

19.08.1971 - 24.07.1975

Otl Schütt

 

01.12.1975 - 31.08.1981

PD Krüger

 

01.09.1981 - 31.10.1982

PD Windisch

 

01.11.1982 - 31.05.1988

PD Hansen

 

01.06.1988 - -30.06.1991

POR Sacker

Abteilungsführer:

01.07.1991 -

POR Kotze

Stellvertretende Abteilungskommandeure:

01.07.1972 - 30.06.1978

M Jaeschke

 

01.07.1978 - 31.05.1988

PR Sacker

 

01.06.1988 - 30.06.1989

POR Kahl

 

01.07.1989 - 30.06.1990

PR Kluge

 

01.07.1990 - 30.06.1991

PR Osterroth

 

01.07.1991 - 01.10.1992

PR Riß

Leiter Führungsstab:

01.09.1992 - 08.09.1993

POR Nitsche

 

01.09.1993 -

POR Riß

Sachbearbeiter Org./Einsatz zgl. Adjutant:

19.08.1971

H Block

 

01.03.1973

H Hansen

 

01.04.1973

OLT Gloger

 

01.10.1973

H Roy

 

10.06.1974

OLT Kliesow

 

01.08.1975

H Kotzan

 

01.08.1978

PHK Klier

neue Bezeichnung jetzt: Sachbearbeiter Org./Einsatz

01.10.1982

PHK Händel

 

01.10.1988

PHK Volkening

 

01.10.1992

PHK Volkening

Sachbearbeiter Fernmeldewesen:

01.04.1973

OLT Gloger

 

04.05.1976

OLT Lange

Sachbearbeiter Kraftfahrwesen:

01.10.1972

OLT Kotzan

 

24.07.1975

OLT Strobel

 

29.11.1976

PK Fillmer

Sachbearbeiter Waffenwesen:

01.07.1973

OLT Helk

 

01.07.1977

PHK Werner

 

01.10.1982

POK Bucko

Hundertschaftsführer 9./ GSG 7: (jetzige 2. Hundertschaft)

19.08.1971

H Hansen

 

01.03.1973

H Block

 

01.07.1978

PHK Arriens

 

01.10.1987

POK Petersen

 

01.10.1988

PHK Klier

Hundertschaftsführer 10./ GSG 7: (jetzige 1. Hundertschaft)

19.08.1971

OLT Staats

 

26.06.1974

H Schuol

 

01.12.1975

H Wurm

 

01.08.1980

PHK Volkening

 

01.10.1988

PHK Händel

Hundertschaftsführer 11./ GSG 7: (jetzige Ausbildungshundertschaft)

21.06.1973

OLT Holtmann

 

01.10.1976

PHK Kliesow

 

12.10.1982

PHK Klier

 

01.10.1988

POK Petersen

 

13.04.1992

PHK Schulze

Hundertschaftsführer 12./ GSG 7: (jetzige Stabshundertschaft)

28.09.1973

H Helmigk

 

01.12.1975

H Schuol

 

01.02.1977

PHK Schichold

 

01.08.1978

EPHK Schirrmacher

 

01.01.1984

EPHK Raddatz

Innendienstleiter 9./ GSG 7:

19.08.1971

HMR Holst

 

01.03.1978

HMR Jepsen

 

10.04.1978

PHM Humpke

 

14.12.1989

POK Matz

Innendienstleiter 10./ GSG 7:

19.08.1971

HMR Kiehl

 

08.07.1978

PHM Sierks

Innendienstleiter 11./ GSG 7:

21.06.1973

HMR Schomborg

 

01.09.1988

POK Wörsching

Innendienstleiter 12./ GSG 7:

28.09.1973

OMR Wille

 

30.08.1973

HMR Otte

 

01.09.1978

PHM Kiehl

 

01.09.1988

PHM Schomborg

 

01.01.1990

POK Humpke

Ärzte:

18.09.1971

Dr. med. Buchert, Vertragsarzt

 

01.10.1973

Stabsarzt d. Res. im BGS Dr. med. Zinke

 

01.07.1974

Stabsarzt d. Res. im BGS Herr Opitz

 

01.12.1975

Stabsarzt d. Res. im BGS Dr. med. Stüeken

 

01.08.1978

MedR d. Res. im BGS Dr. med. Hartjen

 

18.07.1981

MedR d. Res. im BGS Dr. med. Ertel

 

02.01.1985

MedR z.A. im BGS Dr. med. Beck

 

29.06.1987

MedR d. Res. im BGS Dr. med. Nowak

 

27.02.1989

MedR d. Res. im BGS Herr Fricke (Rose)

 

01.09.1992

MedR z.A. im BGS Dipl. med. Arndt

 

05.04.1994

MedR im BGS Dr. med. Kämmerer

Leiter Grenzschutzfachschule:

01.07.1973 - 06.07.1985

Fachschuldirektor Dürr

Die Qualität der Bilder bitte ich zu entschuldigen. Die liegt jedoch bereits an der schlechten Qualität des Originals.

Lübecker Nachrichten vom 13.04.1960

Lübecker Nachrichten vom 15.05.1960

Rattenbefall auf BGS-Neubaugelände

Lübecker Nachrichten vom 18.03.1971

Schwarzenbeker Tageblatt v. 17.03.1971

Aufgrund der Nähe zur ehemaligen Grenze zur DDR wurde 1957 im Bundesministerium des Innern beschlossen, Schwarzenbek zum BGS-Standort zu machen, um eine vorhandene Lücke in der Grenzüberwachung an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zu schließen. Am 28.06.1971 wurde mit der Aufstellung der ehemaligen Grenzschutzabteilung III/7 begonnen.

Kriterien zur Auswahl des neuen Standortes waren:

- Entfernung zur Demarkationslinie / Grenze zur DDR

- taktische Einfügung in die Linie der GS-Standorte längs der Grenze

- Kaufpreis des Grundstückes ?

- sind bei den Grundstücksverhandlungen Schwierigkeiten zu erwarten ?

- wie ist das kommunale Entgegenkommen ?

Diese Punkte konnten bei der Auswahl, Schwarzenbek als neuen Standort zu nehmen, positiv betrachtet werden.

Bei der Schlüsselübergabe an den Kommandeur, Oberstleutnant im BGS Schütt, mahnte Bundesinnenminister H.-D. Genscher

……."die Freiheit, die die Vorfahren einst errangen, würdig zu vertreten…."

Feierlicher Einmarsch des Bundesgrenzschutzes 1972

Größe des Unterkunftsgeländes

17 ha

Beginn der Baumaßnahmen für die neue GS-Unterkunft

1967

Richtfest

16.03.1972

Verlegung der Stammeinheit III./GSG 7 von Neutramm, Bad Bramstedt und Lübeck in die neue Unterkunft

(Abteilungstab, 10. Hundertschaft, FM-Zug)

14.09.1972

9. Hundertschaft verlegt nach Schwarzenbek

18.09.1972

Schlüsselübergabe an den Kommandeur III./GSG 7 Oberstleutnant Schütt

10.11.1972

bei der Übergabe der Unterkunft waren fertiggestellt

Wache, ZVA (Heizung), Tankstelle, Kfz-Hallen, Wirtschaftsgebäude, Unterkunftsgebäude 9. und 10. Hundertschaft

Die Kosten für den 1. Bauabschnitt betrugen ca. 14 Millionen DM.

Nachträgliche Fertigstellung - 1973 bis 1982 wurden die restlichen Baumaßnahmen durchgeführt:

Dienstwohngebäude

1973

0,76 Millionen

Krankenabteilung

1974

0,78 Millionen

Sportplatz mit Schwimmbecken

1973/75

0,46 Millionen

Lehrsaalgebäude

1976

1,00 Million

Sporthalle mit Sauna

1976

2,10 Millionen

Pionier-Zug-Gebäude

1976

1,00 Million

Kammergebäude

1977

1,77 Millionen

Stabsgebäude

1980

4,65 Millionen

Kfz-, FM- und Waffenwerkstatt

1982

5,93 Millionen

Gesamtkosten ca. 42 Millionen DM.

Die Stadt Schwarzenbek hat durch den Bau der Bundesgrenzschutz-Unterkunft für mehrere Neubauten in den Jahren von 1965 bis 1980 Bundesfinanzhilfen bekommen.

Die Zuschüsse wurden gewährt für die:

Kläranlage

195.000 DM

Wasserversorgungsanlage

30.750 DM

Hallenbad

177.000 DM

Schmutzwasser-Hauptsammler

74.100 DM

Kindergarten Nord/Ost

80.500 DM

Pastorat/Kirchensaal

40.000 DM

Gymnasium

13.500 DM

Sporthalle

31.050 DM

Insgesamt wurden der Stadt über die Grenzschutzverwaltungsstelle Schwarzenbek Bundesfinanzhilfen von 641.850 DM ausgezahlt.

...wir fahren über die Zufahrtsstraße durch die Wache in die Unterkunft...

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...entlang der Ringstraße...

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Die Tankstelle mit vier Zapfsäulen.

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Die KFZ-Hallen....

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Das KFZ-Werkstattgelände

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Weiter entlang der Ringstraße zu den Sportanlagen.

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Von den Sportanlagen...

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...zur Krankenabteilung.

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Die sofortige ärztliche Erstversorgung wird durch die immer einsatzbereiten San-Dienste gewährleistet.

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Weiter entlang der Ringstraße zum Lehrsaalgebäude.

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Das Lehrsaalgebäude wurde 1994/1995 saniert.

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Vorbei an den Hundertschaftsgebäuden...

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...treffen wir auf das Wirtschaftgebäude.

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Ergänzung: Die "Küstenvögel" waren aus weißem Marmor und trugen 1983 den Beinamen "Puh-Vögel".

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Schwarzenbek ist 1291 (erstmal urkundlich erwähnt) durch das Rittergeschlecht Wulf to Schwartebeke, das hier eine Burg errichtete., gegründet worden. Mit dem Aussterben des Gründergeschlechtes kam Schwarzenbek Ende des 15. Jahrhunderts an die Herzöge von Sachsen-Lauenburg, die hier dann zeitweilig residierten.

Nachdem das Lauenburger Land von 1689 - 1815 zum Kurfürstentum Hannover und damit zur englischen Krone gehört hatte, wurde es aufgrund der Beschlüsse des Weimarer Kongresses bis 1864 der dänischen Krone untertan. Bismarck gliederte das Ländchen schließlich als Landkreis dem preußischen Königreich ein.

Die Stadt Schwarzenbek ist Mittelpunkt der südlichen Hälfte des schleswig-holsteinischen Landkreises Herzogtum Lauenburg; sie zählt ca. 13200 Einwohner. Sie liegt im Schnittpunkt der Bundesstraßen 207, 209 und 404 sowie an der Eisenbahnlinie Hamburg-Berlin.

Infolge der stetigen Entwicklung im wirtschaftlichen, städtebaulichen und kulturellen Bereich verlieh die Landesregierung Schleswig-Holstein Schwarzenbek 1953 die Stadtrechte.

1955 ist Schwarzenbek eine Städteverbrüderung mit drei europäischen Städten eingegangen, und zwar mit Aubenas (Frankreich), Sierre (Schweiz) und Zelzate (Belgien).

1960 schloss sich Cesenatico (Italien) und Delfzijl (Niederlande) an.

Der Europarat in Straßburg verlieh der Stadt Schwarzenbek als zweite Stadt in der Bundesrepublik, für die

weit ausstrahlende Förderung der europäischen Einigungsidee und der Völkerverständigung den Europapreis 1961.

Im August 1991 feierte die Stadt Schwarzenbek ihr 700-jähriges Bestehen.

Historisches Amtsrichterhaus an der Möllner Straße.

Das Wahreichen der Stadt auf dem Ritter-Wulf-Platz

Übergang Compestraße vor 43 Jahren

durch

- Minister

- Ministerpräsidenten

- Abgeordnete

- Armeeangehörige

Bundestagsabgeordneter Walter besuchte mit Inspekteur im BGS Schneider am 14.11.1973 die Abteilung.

Die Gäste wurden von Brigadegeneral im BGS Fischer und Major im BGS Schütt begrüßt.

Rundgang durch den Speisesaal

Am 05.03.1974 besuchte die Bundestagsabgeordnete Frau Irma Tübler die III./GSG 7. Sie wurde in die Ortsverhältnisse eingewiesen durch Oberst im BGS Dr. Teichmann, Major im BGS Jaeschke, Regierungsoberinspektor Meißner und Fachschuldirektor Dürr.

Spanische Offiziere besuchten am 27.05.1976 die Abteilung. Einweisung durch Oberst im BGS Kapeller und Major im BGS Krüger.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

In der GSA Nord 2 (ehemals GSA Küste 3) wurden ab Oktober 1991 erstmal Frauen mit ausgebildet. Dieses gab Anlass zu heißen Diskussionen innerhalb der Männerwelt. Viele sahen dieser Tatsache positiv entgegen, als auch negativ.

Frauen sind den Männern in der körperlichen Belastbarkeit unterlegen, was leider oft als negativer Punkt ausgelegt wird. Von vielen Männern muss akzeptiert werden, dass dort je ein Gleichstand erreicht werden kann.

Zu den ersten ausgebildeten Frauen in Schwarzenbek gehörte Polizeimeisterin Tanja Unger, die ab 01.10.1992 ihren Dienst im Aufklärungszug der GSA Nord 2 versah. Bald bekam sie dann auch weitere weibliche Verstärkung, denn bei Observations- und Aufklärungstätigkeiten kann man weibliche Beamte zum Einsatz bringen.

Frauen besitzen auch mehr Feingefühl. Für die Betroffenen (Kinder und Frauen) fällt es leichter, über ihre Vorkommnisse zu sprechen, da bei männlichen Kollegen die Hemmschwelle größer ist.

Frauen werden in der heutigen Zeit immer noch nicht von einigen Kollegen akzeptiert. Sie werden lieber in der Rolle als Hausfrau gesehen, als in dem Polizeiberuf.

Vor allem bei den Einsatzkräften wird gemunkelt, dass Frauen in der Polizeikette nichts zu suchen haben. Doch diese Frauen, die in den Verbänden geblieben sind, geben genauso ihr Bestes wie ihre männlichen Kollegen.

Jedoch hervorzuheben ist die positive Veränderung des Umgangstones untereinander.

Erstmals wurde im Frühjahr 1994 in der GSA Nord 2 ein Gruppenführerlehrgang angeboten, an dem auch weibliche Beamtinnen teilnahmen. Diese üben ihre Tätigkeit heute als Gruppenführerin in der Ausbildungshundertschaft aus.

Frauen im Bundesgrenzschutz sind im Dienstalltag und in der Truppe nicht mehr wegzudenken.

Entwicklung und wesentliche Einsätze

Entwicklung und wesentliche Einsätze

Seite 47

Übernahme des Grenzabschnittes

Seite 99

Die polizeiliche Grenzüberwachung

Seite 102

Grenzstreifen in den 70er und 80er Jahren

Seite 106

Ereignisse von Bedeutung an der Grenze zur DDR

Seite 109

Am 09.11.1989 war es endlich soweit

Seite 122

Zusammenarbeit Ost/West

Seite 126

Ein Fußballbundesligaspiel

Seite 130

UN-Einsatz in Namibia

Seite 133

UN-Einsatz in Kambodscha

Seite 134

Polizeiliche Ausstattungshilfe für Tansania

Seite 135

Personalgewinnung beim Bundesgrenzschutz

Seite 137

Sanitätsdienst im Wandel der Zeit

Seite 140

Umstrukturierung des Bundesgrenzschutzes

Seite 141

1971

13.09.1971

 

Vom 13.09. bis 14.09.1971 wird das Rahmenpersonal der III./GSG 7 bei der II./GSG 7 Lübeck, Walderseekaserne, zur Durchführung vorbereitender Maßnahmen zusammengezogen.

15.09.1971

 

Beginn mit der Übernahme der Waffen und es Gerätes der III./GSG 7.

Mit der Übernahme beauftragt:

Obermeister im BGS Draheim (unter Beibehaltung der Dienstgeschäfte des Munitionslagerverwalters beim Stab GSK Küste).

Als Gehilfen werden abgeordnet:

OMR Gabriel, MR Wörsching, OW Jürgensen.

21.09.1971

 

Stabsmeister Bönke, SB personeller/materieller Geheimschutz, OMS Rattunde, Sachbearbeiter II.

27.09.1971

 

Zusammentreten des Rahmenpersonals der III./GSG 7 in den GS-Unterkünften Bad Bramstedt und Neutramm (Kreis Lüchow-Dannenberg).

27.09.1971

 

Dienstantritt HMR Vogt als ABC-Zugführer zgl. Sachbearbeiter personeller/materieller Geheimschutz.

Einlagerung und Verwaltung der Bekleidung für die III./GSG 7 bis zur Bezugsfertigung der GS-Unterkunft Schwarzenbek bei der I./GSG 7 in Ratzeburg. HW Christeleit, II./GSG 7, wird als Bekleidungswart dorthin abgeordnet.

Ärztliche Versorgung:

Bis zur Verlegung in den Standort Schwarzenbek werden die zur Unterbringung zugewiesenen Teile der III./GSG 7 durch die GS-Ärzte/Vertragsärzte des Stabes GSK Küste, GSA A Küste und FMAH Küste (II/8) versorgt.

Die Sanitätsbeamten der III./GSG 7 werden für die Dauer der Zwischenunterbringung zur Verstärkung des Sanitätspersonals in den jeweils zuständigen Krankenabteilungen wie folgt zugeteilt und zuständigen Ärzten (Aufsichtsführenden Sanitätsbeamten) unterstellt:

OMR Söffing, Stab GSK Küste

HW Henkel, Stab GSK Küste

HW Becker, GSA A Küste

Kraftfahrzeuge und K-Gerät

Bisher aus dem Kfz-Soll der III./GSG 7 zugewiesene Kraftfahrzeuge:

-6- 10/1 Krad Hercules

-11- 23/1gl VW 181 (Kübel)

-2- 25/1gl VW 181 (LAUKW)

Wartung uns Instandhaltung der Kraftfahrzeuge der III./GSG 7 erfolgt bis zur Verlegung in den Standort Schwarzenbek durch die Kraftfahrzeugwerkstätten des Stabes GSK Küste und der GSA A Küste.

Zu Unterstützung des Werkstattpersonals in der Kfz-Werkstatt Bad Bramstedt, werden für die Dauer der Zwischenunterbringung der III./GSG 7 zugeordnet:

HMR Gluth, Leiter des Instandsetzungsdienstes,

je 1 Kfz-Mechaniker I. und II./GSG 7.

Waffen, Gerät und Munition

Waffen und Gerät bis zum Soll einer vollen Abteilung stehen in den Lagerndes BGS zur Verfügung und werden zu gegebener Zeit in den Standort Bad Bramstedt zugeführt.

Die Hilfssachbearbeiter Bedarfsdeckung (W) und der Leiter der Instandsetzungsdienste (W) nehmen ihre Aufgaben beim Stab III./GSG 7 in Bad Bramstedt wahr.

OMR Gabriel, Hilfssachbearbeiter (W)

OMR Draheim, Leiter I-Dienste (W)

Fachschule

Fachschulpflichtige GS-Beamte der III./GSG 7 nehmen bis zur Verlegung in den Standort Schwarzenbek am Fachschulunterricht für diejenigen Verbände/Einheiten teil, in deren Bereich sie untergebracht sind.

01.10.1971

 

Eintreffen der für die 9. und 10./GSG 7 (Neutramm und Bad Bramstedt) vorgesehenen Dienstanfänger bei ihren Einheiten.

04.10.1971

 

Eintreffen der für 9. und 10. Hundertschaft vorgesehenen Dienstleistenden bei ihren Einheiten.

Die Aufstellung des FM-Zuges der Abteilung bei FMAH Küste wird durch GSK Küste und Unterabteilung I/F mit Einzelverfügung geregelt.

1972

01.07.1972

 

Major Jaeschke, stellvertretender Abteilungskommandeur

29.07.1972

 

PHW Henkel tödlich verunglückt (Kfz-Unfall privat)

07.08. bis 08.08.1972

 

Grenzschutzverwaltungsstelle Schwarzenbek verlegt in die GS-Unterkunft Schwarzenbek. Wird vorläufig in drei Feldhäusern in der Unterkunft untergebracht.

01.09.1972

 

GS-Unterkunft Schwarzenbek - zunächst ohne zweiten Hundertschaftsblock - wird im Beisein des Abteilungskommandeurs durch die örtliche Bauverwaltung an die Verwaltungsstelle Schwarzenbek übergeben.

04.09.1972

 

Fernmeldezug verlegt in den Standort Schwarzenbek

14.09.1972

 

Abteilungsstab und 10. Hundertschaft verlegen aus Bad Bramstedt bzw. Neutramm in den Standort Schwarzenbek

18.09.1972

 

9. Hundertschaft verlegt aus Bad Bramstedt nach Schwarzenbek

18.09.1972

 

Vertragsarzt für die III./GSG 7 Dr. med. Buchert, Schwarzenbek

01.10.1972

 

OLT Kotzan, Sachbearbeiter (K)

10.11.1972

 

Schlüsselübergabe der GS-Unterkunft in Anwesenheit des damaligen Bundesinnenministers Hans-Dietrich Genscher

1973

28.02.1973

 

H Hansen, SB Org./Eins. zgl. Adjutant

01.03.1973

 

H Block, Hundertschaftsführer 9./GSG 7

21.03.1973

 

Stabsmeister Vogt übernimmt das Sachgebiet Sicherheit von STMR Böhnke, der zum BfV versetzt wird.

26.03.1973

 

Kommandeur der III./GSG 7 eröffnet den 1. Standortball, der seit dem jährlich durchgeführt wurde. Seit 1989 im 2-Jahresrhythmus.

01.04.1973

 

OLT Gloger, Sachbearbeiter Org./Eins. zgl. Adjutant und FM-Zugführer

21.06.1973

 

OLT Holtmann, Hundertschaftsführer 11./GSG 7

01.07.1973

 

Aufstellung der 11./GSG 7

OLT (Ing. grad) Helk, Sachbearbeiter (W)

HMR Becker, Sachbearbeiter Personalwesen

20.07.1973

 

350 Dienstanfänger werden in Schwarzenbek vereidigt.

28.07.1973

 

Grenzjäger Schmitt, Selbsttötung mit dienstlicher Waffe

17.09.1973

 

H Block, erster Personalratsvorsitzender der Abteilung (ÖPR)

28.09.1973

 

H Helmigk, Hundertschaftsführer 12./GSG 7

OMR Willer, Innendienstleiter

01.10.1973

 

Stabsarzt d. Res. im BGS Dr. med. Zinke, Abteilungsarzt Vertragsarzt Dr. med. Buchert

01.10.1973

 

H Roy, Sachbearbeiter Org./Eins. zgl. Adjutant

Ab 01.10.1973 werden keine Dienstleistenden mehr zur Abteilung zum Grenzschutzgrundwehrdienst einberufen.

Okt. 1973

 

1. Behördenvergleichsschießen von der Abteilung veranstaltet. Wird zur ständigen Einrichtung, die im zweijährigen Rhythmus durchgeführt wird.

Nov. 1973

 

Beginn mit der Auslieferung der 1. GSOD-Ausstattung

1974

10.06.1974

 

OLT Kliesow, Sachbearbeiter Org./Eins. zgl. Adjutant

13.06.1974

 

GJ Rimbeck, außerhalb des Dienstes mit Privat-Kfz tödlich verunglückt.

26.06.1974

 

H Schuol, Hundertschaftsführer 10. Hundertschaft

01.07.1974

 

MedR d. Res. im BGS Opitz (Abteilungsarzt)

15.09.1974

 

Der Grenzabschnitt wird von der I./GSG 7 an die III./GSG 7 übergeben.

Linke Grenze: Straße Gudow - Zarrentin

Rechte Grenze: Lauenburg/Elbe

1974

 

Fertigstellung der Standortschießanlage Lanken

Sep. 1974

 

Umzug der Krankenabteilung von 9. Hundertschaft in das neu erstellte Gebäude für die Krankenabteilung.

Abteilungsstab verlegt von 9. und 10. Hundertschaft in das Lehrsaalgebäude, durch Einbau von Trennwänden in den Lehrsälen entstehen Büroräume.

1975

1975

 

Folgende Bauvorhaben werden abgeschlossen:

- Sportplatz

- Kegelbahn

- Ausbildungs- und Sporthalle

27.04.1975

 

GTJ Rothe, außerhalb des Dienstes mit Privat-Kfz tödlich verunglückt

21.05.1975

 

Beginn des Strafprozesses gegen Mitglieder der Baader-Meinhof-Bande in der Mehrzweckhalle der Justizvollzugsanstalt (JVA) Stuttgart-Stammheim. BGS unterstützt Landespolizei Baden-Württemberg gemäß Art. 35 Abs. 2 GG i.V.m. § 9 Abs. 1 Nr. 1 BGSG mit einer Grenzschutzabteilung (GSK Süd).

Einsatz eines Zuges der 10. Hundertschaft in Stuttgart-Stammheim.

24.07.1975

 

Abteilungskommandeur OTL Schütt verstorben

24.07.1975

 

OLT Ing grad. Strobel, Sachbearbeiter (K)

01.08. - 31.08.1975

 

Einsatz eines Zuges der 9. Hundertschaft in Stuttgart-Stammheim

01.08.1975

 

H Kotzan, Sachbearbeiter Org./Eins. zgl. Adjutant

zwischen 17.08. - 21.08.1975

 

GTJ Neundt verstorben, Ursache konnte nicht geklärt werden

01.12.1975

 

Major Krüger wird Abteilungskommandeur

01.12.1975

 

H Wurm, Hundertschaftsführer 10. Hundertschaft

01.12.1975

 

H Schuol, Hundertschaftsführer 12. Hundertschaft

01.12.1975

 

MedR d. Res. Dr. med. Stücken, Abteilungsarzt

1976

30.04.1976

 

Tag der offenen Tür in der Abteilung - ca. 5000 Besucher

30.04.1976

 

Der Bundesbürger Michael Gartenschläger wird von DDR-Grenzsoldaten auf dem Gebiet der DDR ostwärts von Büchen erschossen.

04.05.1976

 

OLT Lange, Sachbearbeiter FM zgl. Fernmeldezugführer

07.05.1976

 

HMR Schomborg, Vorsitzender des örtlichen Personalrats

26.05.1976

 

Umbenennung der Abteilung III./GSG 7 in GSA III/7 (- MBIBGS Nr. 14/76 S.226 -)

20.06.- 26.06.1976

 

Ein Jägerzug, 9. Hundertschaft, unterstützt GSA T West beim Schutz der südafrikanischen Botschaft in Bonn.

01.07.1976

 

Inkrafttreten des Personalstrukturgesetzes und er Laufbahnverordnung des BGS.

Dieses hat neue Amtsbezeichnungen und Laufbahnregelungen zur Folge. Mir dem Personalstrukturgesetz ist der einfache Dienst im Bundesgrenzschutz weggefallen. Einstellungsvoraussetzung für den mittleren Dienst ist der Realschul- oder höherer Schulabschluss.

(MBIBGS Nr. 13/76 Seite 210, BGS PersG vom 03.06.1976, BMI - BGS I 4 - 666 300/1 vom 08.06.1976)

26.08.- 01.10.1976

 

9./GSG 7 zur Wahrnehmung von Objektschutzmaßnahmen in Stuttgart-Stammheim eingesetzt.

01.10.1976

 

PHK Kliesow Hundertschaftsführer 11./GSG 7

01.10.- 05.11.1976

 

Ein Jägerzug 10. Hundertschaft wird zur Unterstützung GSK West zum Schutz von Bundesorganen abgestellt.

05.11.1976

 

Im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) ist ein Fuß- und Radfahrweg auf Antrag der Abteilung von der GS-Unterkunft in Richtung Schwarzenbek geschaffen worden.

Er wurde im Beisein des Bürgermeisters, des Abteilungskommandeurs und Angehörigen der Abteilung eingeweiht.

29.11.1976

 

PHK Fillmer, Sachbearbeiter (K)

1977

01.02.1977

 

PHK Schichold, Hundertschaftführer 12./GSG 7

18.02.- 19.02.1977

 

Einsatz gem. § 9 BGSG zur Unterstützung der Landespolizei Schleswig-Holstein am Baugebäude des Kernkraftwerkes Brokdorf.

19.03.1977

 

Einsatz gem. § 9 BGSG zur Unterstützung der Landespolizei Niedersachsen zum Schutz des Kernkraftwerkes Grohnde.

01.07.1977

 

PHK Werner, Sachbearbeiter W/T/ABC

1977

 

Kammergebäude fertiggestellt und zur Nutzung übergeben. Bisherige Unterbringung in den Kellerräumen der 9. und 10. Hundertschaft.

24.08.1977

 

Übernahme der Bewachung des Privathauses des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt in Hamburg-Langenhorn durch Kräfte der GSA III/7.

Stärke: 0/4/12.

Rechtsgrundlage: § 9 Abs. 1 Nr. 1 BGSG

Unterstellt der Polizeidirektion Ost der Hansestadt Hamburg. (GSK Küste - I/Org. - III - Az.: 10/40/42 - FS-Nr. 575 vom 11.08.1977).

09.09.- 14.09.1977

 

Anlässlich der Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Dr. Hanns-Martin-Schleyer Bereitschaftstufe 1600 für die ganze Abteilung. (Kein verlassen der Unterkunft).

23.09.1977

 

Unterstützung der LaPo Nordrhein-Westfalen gem. § 9 BGSG und der GS-Direktion durch die 10. Hundertschaft aus Anlass der Protestdemonstrationen gegen den Bau des Kernkraftwerkes Kalkar am 24.09.1977.

27.09.- 05.10.1977

 

9. Hundertschaft wird zur Fahndung nach Terroristen aus Anlass der Entführung des Arbeitgeberpräsidenten, Herrn Dr. Hanns-Martin Schleyer, an der deutsch/niederländischen Staatsgrenze als Verstärkung des Grenzschutzeinzeldienstes im Bereich des GS-Amtes Kleve eingesetzt.

08.10.1977

 

PHW Jürgens durch Fremdeinwirkung außerhalb des Dienstes verstorben.

06.12.1977

 

STMR Seger verstorben

März 1977

 

Einführung der BMW-Motoräder zgl. Ablösemodell für das leKrad Hercules.

08.02.1977

 

Alle Einsätze von PVB des BGS auf Flughäfen in der Bundesrepublik Deutschland enden, da sie an anderer Stelle zur Erfüllung von Bundesaufgaben benötigt werden.

(GSK Küste - I/Org. - Az. 10/40/42 - FS-Nr. 111 - vom 03.02.1977)

GSK Küste hat seit Jahren die Schutzwache auf dem Hamburger Flughafen gestellt, an der auch die GSA III/7 seit Januar 1973 anteilmäßig beteiligt worden ist.

21.02.1978

Während eines feierlichen Appells wird er Abteilung von der Stadt Schwarzenbek eine von ihr gestiftete Truppenfahne übergeben.

01.03.1978

 

PHM Holst, Sachbearbeiter personeller/materieller Geheimschutz

29.04.1978

 

PM Lamp tödlich verunglückt (Kfz-Unfall privat)

06.05.1978

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich des Breschnew-Besuchs gem. § 9 BGSG.

Juni 1978

Durch einen technischen Defekt (ausgelaufener Diesel) brannte während eines Einsatzes an der Westgrenze im Juni 1978 nachts die Feldküche aus. Personen kamen nicht zu Schaden. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.

01.07.1978

 

PR Sacker, stellvertretender Abteilungskommandeur

PHK Arriens, Hundertschaftsführer 9. Hundertschaft

01.08.1978

 

MedR d. Res. im BGS Dr. med. Hartjen, Abteilungsarzt, EPHK Schirrmacher, Hundertschaftsführer 12. Hundertschaft POK Klier, Sachbearbeiter Org./Einsatz zgl. Adjutant

16.09.1978

 

Die Objektschutzwache des Privathauses des Bundeskanzlers Schmidt in Langenhorn wird an die GSA II/7 übergeben.

Herbst 1978

 

Die neue (umgebaute) Grenzkontrollstelle Lauenburg wird in Betrieb genommen.

Sept. 1978

 

Die Sauna in der Sporthalle wird in Betrieb genommen.

23.12.1978

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg gem. § 9 BGSG durch einen Einsatzzug.

1979

14.03.1979

 

Dem Land Niedersachsen wird eine GSA E für den Einsatz zum Schutz der Baumaßnahmen zur Errichtung der Wiederaufbereitungsanlage in Gorleben zur Verfügung gestellt. (Unterstellung der Schutzpolizeiinspektion Lüchow)

25.05.1979

 

PHM Beta, Vorsitzender des örtlichen Personalrates

09.06.1979

 

POW Drewicke, tödlich verunglückt (privater Kfz-Unfall)

29.09.1979

 

MedR d. Res. Dr. med. Hinrichs, Abteilungsarzt.

Herbst 1979

 

Stabsgebäude fertiggestellt. Umzug des Stabes, Verwaltungsstelle Schwarzenbek und Fernmeldezug aus dem Lehrsaalgebäude, der 9. und 10. Hundertschaft ins neue Stabsgebäude.

1980

08.02.1980

Unfall (Kopfschuss) eines PVB der 9. Hundertschaft (jetzige 2. Hu) durch fahrlässigen Umgang mit der dienstlichen Schusswaffe P1 auf einer Unterkunftsstube.

10.04. - 24.04.1980

 

Unterstützung der Landespolizei Niedersachsen mit einer Hundertschaft in Gorleben gem. § 9 BGSG

04.06.1980

 

Räumung Waldstadt - Freies Wendland - durch Polizeikräfte des Bundes und der Länder auf dem Baugelände Gorleben.

GSA III/7 stellt eine Hundertschaft.

Bis September 1985 stellt die Abteilung in verschiedenen Zeitabständen Unterstützungskräfte zum Schutz des Baugeländes und den Arbeiten am nuklearen Entsorgungszentrum Gorleben.

Ende 1980

 

Aussonderung der letzten VW 181 (Kübel)

01.08.1980

 

PHK Volkening, Hundertschaftsführer 10. Hundertschaft

01.12.1980

 

Die ersten vier PVB neuen Rechts werden zum GSE versetzt.

1981

01.07.1981

 

Änderung der Bezeichnung der Verbände und Einheiten im BGS (MBIBGS Nr. 6/86 Seite 94 vom 13.04.1981).

Aus GSA III/7 wird GSA Küste 3

Die bisherige Nummerierung der Hundertschaft von erster bis zwölfter Hundertschaft entfällt. Jede Abteilung hat die Hundertschaften eins bis vier. Auch die Bezeichnung der Gruppen wird geändert. Jeder Zug ist von 1. - 3. bzw. 4. Gruppe durchzunummerieren.

18.07.1981

 

MedR d. Res. im BGS Ertel, Abteilungsarzt

01.09.1981

 

PD Windisch, Abteilungskommandeur

30.09.1981

 

PHM Böttcher, Bearbeiter (K), Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand

27.12.1981

 

PHW Lange verstorben (Selbsttötung)

28.12.1981

 

PHW A Gisdepske tödlich verunglückt (privater Kfz-Unfall)

1982

31.01.1982 - 01.02.1982

 

Unterstützung GS-Amt Flensburg mit 87 PVB anlässlich der Fahndung nach terroristischen Gewalttätern

01.05.1982

 

Auflösung der Grenzschutzgruppenstäbe (MBIBGS Nr. 11/82, Seite 185) und damit wurden die Abteilungen direkt dem Grenzschutzkommandos unterstellt.

18.05.1982

 

PHM Hambach, Vorsitzender des örtlichen Personalrates

10.06.1982

 

Unterstützung GSE bei der GSST. Lauenburg mit -31- PVB

01.09.1982

 

Die ersten PVB n.R. werden in den Polizeidienst des Landes Bremen versetzt.

01.10.1982

 

PHK Händel, SB Org./Einsatz zgl. Adjutant

PHK Klier, Hundertschaftsführer 3. Hundertschaft

POK Bucko, Sachbearbeiter W/T/ABC

01.11.1982

Übergabe der Abteilung von PD Windisch an POR Hansen durch Kommandeur im BGS Pretzsch.

20.11.1982

 

Eröffnung der GKSt Gudow - Autobahn im Beisein des Bundesministers für Verkehr Herrn Dollinger, Kommandeur des GSK Küste, Abteilungskommandeur GSA Küste 3 sowie weiteren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

1983

1982/83

 

Zuweisung der ersten Sonderwagen 3 (Kfz. 93).

1983

 

Umrüstung von der Pistole P 1 auf P 6

03.11.1983

 

Umstellung der Besoldung für Polizeihauptwachtmeisteranwärter.

PHW A erhalten keine Dienstbezüge mehr. Im Vorbereitungsdienst (2 1/2 Jahre) erhalten sie Anwärterbezüge. (MBIBGS Nr. 11/82, S. 185)

31.12.1983

 

EPHK Schirrmacher tritt nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand.

1984

01.01.1984

 

PHK Raddatz, Hundertschaftsführer 4. GSA Küste 3.

15.03.1984

 

ROS Post, Verwaltungsstelle Schwarzenbek, verstorben

11.05.1984

 

RHS Betz, Verwaltungsstelle Schwarzenbek, verstorben

1984

 

Raumschießanlage im Gebäude 10 fertiggestellt

01.11.1984

 

POK Stein, stellv. Hundertschaftsführer 3. Hundertschaft

1984

 

Zuweisung Sonderwagen 4, zgl. Beginn Wechsel von Sonderwagen 1 auf Sonderwagen 4 (Kfz. 94)

1985

02.01.1985

 

MedR im BGS Dr. med. Beck, Abteilungsarzt

30.04.1985

 

RAR Kraemer, Leiter Verwaltungsstelle Schwarzenbek wird auf eigenen Antrag in den Ruhestand versetzt

14.05.1985

 

PM Gaidus, Vorsitzender des örtlichen Personalrates

04.06.1985

Abteilungsmeisterschaften in der Leichtathletik; hier: 5000m-Lauf

01.07.1985

 

RA Hoffmann wird mit der Wahrnehmung der Dienstgeschäfte als Leiter der Verwaltungsstelle betraut

25.10.1985

RA Hoffman wird Leiter der Verwaltungsstelle Schwarzenbek

   

1986

06.02. - 13.02.1986

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Bayern anlässlich von Demonstrationen am Bauzaun der geplanten Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf durch -118- PVB der Abteilung gem. § 9 BGSG

27.03. - 31.03.1986

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Bayern anlässlich einer Demonstration gegen den Bau einer Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf durch -227- PVB der Abteilung

 

Eingesetzte Kräfte auf dem Schwarzenfelder Weg. Ca. 200 Demonstranten und eine Gruppe vermummter Störer befinden sich am Bauzaun.

23.05. - 26.05.1986

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Bayern anlässlich einer Demonstration gegen den Bau einer Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf durch -117- PVB der Abteilung

06.06. - 08.06.1986

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Schleswig-Holstein am Kernkraftwerk Brokdorf gem. § 9 BGSG. Von der Abteilung waren -440- PVB im Einsatz.

 

Alle Zufahrtstraßen wurden zum Kernkraftwerk Brokdorf mit gefüllten Containern und teilweise Durchlassstellen eingerichtet.

08.06. - 09.06.1986

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich von Gewalttätigkeiten in der Hafenstrasse durch den Bereitschaftszug -17- PVB der Abteilung gem. § 9 BGSG

12.06.1986

 

Einsatz wie am 08.06.1986 durch -112- PVB der Abteilung

30.06.1986

 

PHW Lucht, Beamter auf Widerruf, 4. Hundertschaft, scheidet als letzter PVB alten Rechts nach einer 12-jährigen Dienstzeit aus dem BGS aus.

25.07. - 26.05.1986

 

Unterstützung der Landespolizei Bayern in Burglengenfeld durch -85- PVB der Abteilung anlässlich des "5. WAAHNSINNS-Festival"

09.10. - 12.10.1986

 

Unterstützung der Landespolizei Rheinland-Pfalz anlässlich einer Friedensdemonstration (Menschenkette) in Hasselbach/Hunsrück durch 112 Beamte der Abteilung gem. § 9 BGSG. Die Einsatzkräfte wurden Luft verlastet in den Einsatzraum gebracht.

25.10.1986

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich einer Hausbesetzung in Hamburg-Ottensen durch den Bereitschaftszug der Abteilung (19 Beamte)

28.10.1986

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich der Räumung eines besetzten Hauses in der Hafenstrasse durch 108 Beamte der Abteilung

01.11.1986

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich einer Demonstration der linken Szene gegen die Räumung des Hauses in der Hafenstraße (siehe 28.10.1986) durch 118 Beamte der Abteilung

20.12.1986

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich einer Demonstration der linken Szene in Bezug auf "Hafenstrasse" durch 113 Beamte der Abteilung

30.12. 1986 bis 02.01.1987

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Bayern in Wackersdorf anlässlich einer Großdemonstration gegen den beabsichtigten Bau einer Wiederaufbereitungsanlage für abgebrannte Brennelemente. Eingesetzte Kräfte de Abteilung: 129 Beamte

1987

30.04. - 02.05.1987

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Nordrhein-Westfalen anlässlich des Besuchs des Papstes Johannes Paul II durch 132 Beamte der Abteilung

16.05.1987

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich gewalttätiger Demonstrationen in der Hafenstrasse durch 135 Beamte

29.06.1987

 

MedR d. Res. im BGS Dr. med. Nowak, Abteilungsarzt

01.07.1987

 

PHK (RA) Osterroth, stellv. Abteilungskommandeur

Juli 1987

 

Es fand eine durch die Stadt Schwarzenbek organisierte Katastrophenschutzübung statt, die die Zusammenarbeit mit dem DRK, Feuerwehr und BGS verbessern sollte.

 

Luftrettung einer verletzten Person

01.08.1987

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich einer Großdemonstration mit Hafenstraßenbezug durch 80 Beamte

01.10.1987

 

POK Petersen, Hundertschaftsführer 1. Hundertschaft (mit der Führung beauftragt)

13.11.1987

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich einer Demonstration gegen die Volkszählung durch 118 Beamte

31.12.1987 bis 01.01.1988

 

zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich eines Protestmarsches von der Hafenstrasse zur JVA Holstenglacis durch 105 Beamte

1988

16.01.1988

 

Einsatz der Landespolizei Hamburg anlässlich einer von Palästinensern aufgerufenen Demonstration.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft 105 Beamte

18.01.1988

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich einer Demonstration mit dem Tenor " gegen die Gen-Technologie"

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft 105 Beamte

22.01.1988

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Schleswig-Holstein in Lübeck anlässlich einer Demonstration vor der Haupteinfahrt der ehemaligen GSA Küste 1 gem. § 9 BGSG

Blockade der LKW-Abfertigung am Skandinavien-Kai aufgrund eines LKW-Transportes mit Uranhexafluorid. Da der LKW nicht abgefertigt werden konnte, wurde er vorübergehend in der BGS-Unterkunft an der Walderseestrasse untergestellt.

Eingesetzte Kräfte: -1- Hundertschaft

29.02. - 01.03.1988

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich der Außenministerkonferenz der EG-Staaten sowie zahlreicher Mittel- und Südamerikanischer Staaten. Eingesetzte Kräfte: 192 Beamte

16.05. - 12.08.1988

 

Einsatz zur Unterstützung des BKA bei Observationsmaßnahmen zur Verhinderung möglicher Anschläge gegen Politiker durch die RAF.

Eingesetzte Kräfte: Aufklärungszug

01.06.1988

Abteilungsübergabe von PD Hansen an POR Sacker durch Kommandeur im BGS Brücker

21.06. - 22.06.1988

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich der 6. Fußball-Europameisterschaft in Deutschland.

Eingesetzte Kräfte: Abteilungsstab, 2 Einsatzhundertschaften und 1 Einsatzzug

 

1. Halbfinalspiel zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Niederlanden.

01.07.1988

 

POR Kahl, stellv. Abteilungskommandeur

20.08. - 21.08.1988

 

Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich des Fußballbundesligaspiels Hamburger SV : Bayern München durch -1- Hundertschaft

28.09. - 29.09.1988

 

Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich der Weltwährungskonferenz durch Abteilungsstab und -1- Hundertschaft

17.11. - 18.11.1988

 

PHK Volkening, Sachbearbeiter Org./Einsatz zgl. Adjutant

PHK Klier, Hundertschaftsführer 1. Hundertschaft

PHK Händel, Hundertschaftsführer 2. Hundertschaft

PHK Petersen, Hundertschaftsführer 3. Hundertschaft

Nov. 1988

 

Aussonderung des letzten SW 1

31.12.1988 - 01.01.1989

 

Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich eines Protestmarsches der linken Szene von der Hafenstraße zur JVA Holstenglacis und weiter ins Karolinenviertel. Eingesetzte Kräfte: Abteilungsstab, 1 Hundertschaft und Aufklärungszug

01.01.1989

 

POK Kessow, stellv. Hundertschaftsführer 1. Hundertschaft

11.01.1989

 

Die Brünieranlage in der Waffenwerkstatt wird nach Einbau der Neutralisationsanlage an die Abteilung übergeben.

16.01.1989

 

Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich eines Aufzuges der Bewohner der Hafenstrasse "Tenor gegen § 129a StGB" durch die Innenstadt.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft

28.01.1989

 

PHM a.D. Böttcher verstorben

27.02.1989

 

MedR d. Res. im BGS Fricke (Rose), Abteilungsarzt

17.03.1989

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich einer Durchsuchung der Hafenstrassenhäuser durch das BKA/LKA.

Eingesetzte Kräfte: Abteilungsstab, -2- Hundertschaften

 

Das Sorgenkind von Hamburg - die Hafenstrasse

02.05.1989

 

Einsatz zur Unterstützung des BKA bei Observationsmaßnahmen anlässlich bevorstehender Anschläge durch die türkische Arbeiterpartei (PKK) und dem Generalkommando der palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO).

Eingesetzte Kräfte: Aufklärungszug

16.04.1989

 

POK Sommerfeld, privat tödlich verunglückt

03.05. - 07.05.1989

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich des 800-jährigen Bestehens des Hamburger Hafens. (Sail ´89)

Eingesetzte Kräfte: Abteilungsstab, 1 Einsatzhundertschaft

26.05. und 28.05.1989

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich der Räumung der Wagenburg in der Hafenstrasse.

Eingesetzte Kräfte: 236 Beamte

01.07.1989

 

PHK (RA) Kluge, stellv. Abteilungskommandeur

31.08.1989

 

OSTMR Becker, Sachbearbeiter Personalwesen, tritt nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand

01.09.1989

 

PHM Kiehl, Sachbearbeiter Personalwesen

01.09.1989

 

PHM Schomborg, Innendienstleiter Stabshundertschaft

01.09.1989

 

PHM Wörsching wird Innendienstleiter in der 3. Hundertschaft

01.09.1989

 

POK Frühauf, stellv. Hundertschaftsführer in der 1. Hundertschaft

01.09.1989

 

Einsatz des Aufklärungszuges der Abteilung für einen Monat zur Unterstützung des BKA

15.09.1989

 

Beteiligung von -3- PVB der Abteilung an der UN-Mission in Namibia (ehem. Südwest-Afrika) für 8 Monate.

07.10.1989

 

Vorbereitung zur vorübergehenden Aufnahme von Übersiedlern der DDR aus der Botschaft in Prag in der Unterkunft.

Zuweisung erfolgte nicht.

30.10.1989

Einführung von Pastor im BGS im Nebenamt Schacht durch Propst Dr. Augustin

02.11.1989

 

Ausfall des alljährlich stattfindenden Herrenabends aufgrund der Überbelegung der Unterkunft mit Übersiedlern aus der DDR.

09.11.1989

 

Öffnung der Grenze zur DDR. Verstärkter Einsatz an den Grenzübergangsstellen und im Abteilungsabschnitt.

16.12.1989

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich eines Aufzuges "Wohnung für Alle" durch die Innenstadt.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft

24.12.1989

 

Öffnung der Grenze zur DDR für Bundesbürger, es entfällt die Visumspflicht und der Zwangsumtausch

31.12.1989

 

Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich eines Aufzuges der Autonomen von der Hafenstrasse zum Strafjustizgebäude.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft ohne -1- Zug

1990

01.01.1990

 

PHM Schomborg, Versetzung zur GSA A Küste 1

PHM Humpke, Innendienstleiter 4. Hundertschaft

PHM Matz, Innendienstleiter 1. Hundertschaft

01.02.1990

 

POK Stein wird zur GSA Küste 2 versetzt

19.02.1990

 

Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich einer Räumung von 2 besetzten Häusern im Karolinenviertel.

03.03.1990

Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich von 2 Aufzügen der FAP und Republikanern vom Theodor-Heuss-Platz zur Moorweide sowie de Antifaschisten vom Karl-Muck-Platz zum Hachmannplatz.

Eingesetzte Kräfte: Abteilungsstab, -1- Einsatzhundertschaft

   

01.04.1990

 

POK Rogge, stellv. Hundertschaftsführer 3. Hundertschaft

15.05.1990

 

Unterstützung der Landespolizei Hamburg und des BKA anlässlich der Durchsuchung der Hafenstrassenhäuser auf Beschluss der Generalbundesanwaltschaft durch -1- Einsatzabteilung

18.05.1990

 

Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich der 30. Weltkongresses im CCH.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft

12.06. - 21.06.1990

 

Einsatz zur Unterstützung des GS Amtes Aachen anlässlich einer verstärkten Einreisekontrolle durch einen Einsatzzug

23.06.1990

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich einer Fahrrad- und Mieterdemonstration durch -1- Einsatzhundertschaft.

25.06. - 28.06.1990

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich Weltwirtschaftsgipfel im CCH Hamburg.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft ohne -1- Zug

28.06.1990

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich Schutz des Rathauses durch -1- Einsatzhundertschaft ohne -2- Züge

29.09.1990

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich des Schutzes der neuen Flora durch -1- Einsatzhundertschaft

30.06.1990

 

Einstellung des Grenzschutzes an der Grenze zur DDR.

Verabschiedung der letzten Grenzstreife aus dem Grenzraum in Anwesenheit der Bürgermeister der Grenzgemeinden.

12.07. - 26.07.1990

 

Abbau der Grenzmarkierungen an der ehemaligen Grenze zur DDR durch Kräfte des Technischen Zuges.

30.07.1990

 

Einsatz des Aufklärungszuges zur Unterstützung des BKA anlässlich von Fahndungsmaßnahmen nach dem Anschlag auf Staatsekretär Neusel (BMI)

03.09. - 21.09.1990

Vorbereitungen und Einsatz "Lindwurm" zur Unterstützung der Landespolizei Niedersachsen anlässlich des Abtransports der Bestände amerikanischer C-Waffen in Bremerhaven.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft

   

02.10. - 03.10.1990

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich des Tag der Deutschen Einheit durch -2- Einsatzhundertschaften

09.10.1990

 

Verkehrssicherheitstag in der Abteilung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Verkehrswacht, Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein, Polizei Münster und Firmen.

15.10.1990 b.a.w.

 

Erste Werbemaßnahmen im Land Mecklenburg-Vorpommern durch die Abteilung.

Nov. 1990

 

Aussonderung des letzten SW 2 und der letzten BMK 20mm

19.11.1990

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich von Solidaritätskundgebungen zu vorangegangenen Gewalttätigkeiten in Berlin (Kreuzberg).

Eingesetzte Kräfte: Abteilungsstab, -1- Einsatzhundertschaft und Spezialzüge

22.11. - 24.11.1990

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Sachsen anlässlich eines Fußballbundesligaspiels in Dresden. Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft

01.12.1990

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich einer Demonstration "Wahl in Deutschland" durch eine Einsatzhundertschaft.

10.12. - 17.12.1990

 

Einsatz eines Ausbildungszuges zur Unterstützung des GS Amtes Flensburg bei den Grenzschutzstellen HH-Flughafen, Puttgarden und Ellund BAB anlässlich einer verstärkten Einreisekontrolle.

31.12.1990

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich der "traditionellen" Silversterdemonstrationen der Hafenstrasse durch einen Einsatzzug.

1991

Ab 15.01.1991

 

Einsatz der Masse der Abteilung anlässlich des bevorstehenden Golfkrieges an verschiedenen Grenzübergangsstellen im Bereich des GS-Amtes Flensburg. Eine Einsatzhundertschaft in Alarmbereitschaft im Rahmen einer Grenzschutzabteilung des Grenzschutzkommandos Küste als BMI-Verfügungsbereitschaft bis 24.01.1991

24.01. - 25.01.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich von Objektschutzmaßnahmen (gefährdete Konsulate) durch eine Einsatzhundertschaft.

07.03.1991

 

Einsatzende für Masse der Kräfte anlässlich des Golfkrieges. Weiterhin ein Einsatzzug zur Unterstützung der GSST Flughafen Hamburg im Einsatz

05.04.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich eines Fußballbundesligaspiels in Rostock durch eine Einsatzhundertschaft

04.05.1991

Einsatz der Abteilung zur Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich eines Fußballbundesligaspiels in Rostock.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft

 

Die Zugriffseinheit kommt zum Einsatz.

25.05.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern in Rostock anlässlich des Fußballbundesligaspiels Hansa Rostock : FC Lok Leipzig durch eine Einsatzhundertschaft

01.06.1991

Tag der offenen Tür des 20-jährigen Bestehens der Abteilung

12.06.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Brandenburg in Potsdam anlässlich eines Fußballspiels Stahl Brandenburg : FC Union Berlin.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft mit -4- Zügen

26.06. - 18.09.1991

 

Mit der vertretungsweisen Führung der GSA Küste 3 wird POR Meyer beauftragt.

01.07.1991

 

POR Sacker wird m.d.Z. der Versetzung zur GSA Ost 1, Neustrelitz abgeordnet.

01.07.1991

 

PHK (RA) Riß wird für die Dauer von einem Jahr zur GSA Küste 3 umgesetzt und mit der Verwendung als Stabsoffz. für Ausbildung zgl. stellv. Abteilungskommandeur beauftragt.

19.07. - 28.07.1991

 

Einsatz zur Unterstützung des Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich der Hansa Sail 1991.

Eingesetzte Kräfte: 19.07.-21.07.91, -1- Einsatzzug

26.07.-28.07.91, -1- Einsatzhundertschaft

23.07. - 26.07.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich des Baubeginns von Sozialwohnungen auf dem Gelände der "Alten Flora" im Schanzenviertel durch -1- Einsatzzug

30.07.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Fußballbundesligaspiels Rostock : Kaiserslautern.

Eingesetzte Kräfte: -1- E-Zug, Aufklärungszug, Techn.-Zug und Wasserwerferzug.

03.08.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Fußballbundesligaspiels Rostock : Nürnberg.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft

14.08.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Fußballbundesligaspiels Rostock : Dortmund durch einen Wasserwerfer mit Besatzung.

16.08. - 18.08.1991

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Brandenburg anlässlich der Umbettung der Sarkophage Friedrich Wilhelm des I. und II.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft

24.08.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Fußballbundesligaspiels Rostock : Mönchengladbach.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzzug, Aufklärungszug, Dokumentationstrupp

31.08.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Fußballbundesligaspiels Rostock : Bayer Leverkusen.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft ohne -1- Zug, Aufklärungszug, Wasserwerferzug, Versorgungsdienste

02.10.1991

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Fußballspiels im Europacup der Landesmeister Rostock . FC Barcelona durch -1- Einsatzhundertschaft

23.09.1991

Übergabe der Abteilung von Polizeioberrat im BGS Sacker an Polizeioberrat im BGS Kotzel durch den Kommandeur im BGS von Aweyden.

11.10. - 13.10.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Sachsen anlässlich des Fußballbundesligaspiels Leipzig : Bremen durch -1- Einsatzhundertschaft

19.10.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Fußballbundesligaspiels Rostock : Dresden durch -1- Einsatzhundertschaft ohne -1- Zug

08.11. - 10.11.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Sachsen-Anhalt anlässlich einer Demonstration zum 2. Jahrestag der "Maueröffnung" in Halle.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft und Aufklärungszug

16.11.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Fußballbundesligaspiels Rostock : HSV.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft ohne -2- Züge und Wasserwerferzug

07.12.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Fußballbundesligaspiels Rostock : Bayern München.

Eingesetzte Kräfte: Wasserwerferzug, Technischer Zug, Aufklärungszug und Fernmeldezug

14.12. - 17.12.1991

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Sachsen anlässlich des 2. Bundesparteitages der CDU in Dresden.

Eingesetzte Kräfte: Abteilungsstab, -1- Einsatzhundertschaft, Stabshundertschaft

1992

20.02. - 05.03.1992

 

Erstmaliger Einsatz zur Unterstützung des GS Amtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung im Bereich des GS Amtes Pirna durch -1- Einsatzhundertschaft

28.03.1992

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg zum Schutz türkischer Einrichtungen im Stadtgebiet.

Eingesetzte Kräfte: -1- einsatzhundertschaft ohne -2- Züge

01.04.1992

 

Änderung der Dienststellenbezeichnung in Grenzschutzabteilung Nord 2

Umstrukturierung des gesamten Bundesgrenzschutzes.

28.04. - 12.05.1992

 

Einsatz zur Unterstützung des GS Amtes Frankfurt/Oder zur verstärkten Grenzüberwachung im Bereich des GS Amtes Frankfurt/Oder.

Eingesetzte Kräfte: Abteilungsstab, -2- Einsatzhundertschaften, Aufklärungszug und Versorgungsdienste

30.04.1992

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Berlin anlässlich von Maikundgebungen durch -1- Einsatzhundertschaft und Wasserwerferzug.

01.07.1992

 

Diplom med. Arndt, Abteilungsarzt

14.08. - 16.08.1992

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Sachsen in Plauen anlässlich bevorstehender Demonstrationen zum 5 Todestag des ehemaligen Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß.

Eingesetzte Kräfte: Abteilungsstab, Stabshundertschaft

23.08. - 30.08.1992

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich von ausländerfeindlichen Krawallen in Rostock-Lichtenhagen am 29.08.1992

Eingesetzte Kräfte: Abteilungsstab, -1- Einsatzhundertschaft, Wasserwerferzug, Versorgungsdienste

 

- Brandanschläge auf die Asylantenaufnahmestelle (Sonnenblumenhaus)

- Mehrere Räumungen im Stadtteil Lichtenhagen

22.08. - 05.09.1992

 

Einsatz zur verstärkten Grenzüberwachung im Bereich GSAmt Pirna

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft ohne -2- Züge.

01.09.1992

 

Abordnung POR Nitsche für die Dauer eines Jahres zur GSA Nord 2 zur Verwendung als Leiter Führungsstab zgl. Leiter Aus- und Fortbildung

04.09. - 06.09.1992

 

Einsatz zu Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich gewalttätiger Demonstrationen gegen Ausländer/Asylanten im Stadtgebiet Rostock.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzzug, Wasserwerferzug und 2 Sonderwagen

15.09.1992

 

Einsatz zur Unterstützung des Grenzschutz- und Bahnpolizeiamtes Hannover anlässlich des Fußballbundesligaspiels Bremen : Hannover durch -3- Einsatzzüge

30.09.1992

 

Einsatz zur Unterstützung des Grenzschutz- und Bahnpolizeiamtes Hannover anlässlich des Fußballbundesligaspiels Hannover : Bremen durch -3- Einsatzzüge

01.10.1992

 

Mit Wirkung vom 01.10.1992 wird PR Riß als Leiter Führungsstab zgl. Leiter Aus- und Fortbildung zur GSA Nord 2 umgesetzt unter gleichzeitiger Abordnung zur GS-Schule.

03.10.1992

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des "Tages der Deutschen Einheit" in Schwerin durch -1- Einsatzhundertschaft

28.10.1992

 

GSA Nord 2 führte einen Abteilungsappell mit geladenen Gästen anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Abteilung durch. Anschließen Empfang im Kasino.

08.11.1992

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Berlin anlässlich einer Großdemonstration mit dem Tenor "Die Würde des Menschen ist unantastbar". Eingesetzte Kräfte: -2- Einsatzhundertschaften ohne -1- Einsatzzug

14.11.1992

 

Einsatz zur Unterstützung des Grenzschutz- und Bahnpolizeiamtes Hamburg anlässlich des Fußballbundesligaspiels HSV : Uerdingen durch -2- Einsatzzüge

04.12.1992

 

Einsatz zur Unterstützung des Grenzschutz- und Bahnpolizeiamtes Hamburg anlässlich des Fußballbundesligaspiels HSV : Bremen durch -2- Einsatzzüge

Einsätze der GSA Nord 2 im Jahre 1993

Einsatzart

Anzahl der Einsätze

Einsatztage

Einsatzkräfte

Einsatzort

Grenzeinsatz gem. § 2 BGSG

17

150

1680

GSAmt Pirna, GSAmt Flensburg, GSSt. Stralsund, GSSt. Ahlbeck

Fußballeinsätze gem. § 2a BGSG

29

29

692

Hamburg, Bremen, Lübeck, Oldenburg, Hannover, Braunschweig

sonst. Einsätze gem. § 2 BGSG

33

77

607

Hamburg, Kiel, Hannover, Brokdorf

Einsätze gem. § 9 BGSG

6

15

419

Weimar, Bonn, Hamburg (x), Solingen, Rostock

Insgesamt wurden im Jahr 1993 -85- Einsätze an -271- Tagen mit -3398- PVB gefahren.

1993

18.01. - 29.01.1993

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung im Dreiländereck Zittau.

23.03. - 26.03.1993

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Rostock zur verstärkten Grenzüberwachung an der Grenze zu Polen durch -1- E-Zug

08.03. - 16.04.1993

 

Abordnung PHK Fillmer nach Tansania. Aufbauhilfe für die Polizei in Tansania.

12.04. - 04.05.1993

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung an der Grenze zu Tschechien.

Eingesetzte Kräfte: verkleinerter Abteilungsstab, -2- Einsatzhundertschaften, Aufklärungszug, Instandsetzungsdienste

16.05. und 20.05.1993

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Flensburg an der Grenze zu Dänemark anlässlich massiver Reisebewegungen von Rechts- und Linksradikalen durch je -1- Einsatzzug

25.05. - 27.05.1993

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Nordrhein-Westfalen in Bonn zum Schutz des Deutschen Bundestages anlässlich von zu erwartenden Demonstrationen aufgrund der Abstimmung über Änderung Artikel 16 Grundgesetz (Asylproblematik)

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft ohne -1- Einsatzzug

01.06. - 06.06.1993

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Nordrhein-Westfalen in Solingen anlässlich von Anschlägen auf Ausländer durch -1- Einsatzhundertschaft ohne -2- Einsatzzüge

05.07. - 16.07.1993

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung an der Grenze zu Tschechien

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft

02.08. - 20.08.1993

 

Abordnung PHK Fillmer nach Tansania. Aufbauhilfe für die Polizei in Tansania.

13.08. - 15.08.1993

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Sachsen in Plauen anlässlich des 6. Todestages des ehemaligen Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft, -1- WaWe 9, Aufklärungszug

18.08. - 07.09.1993

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Pirna zu verstärkten Grenzüberwachung an der Grenze zu Tschechien.

Eingesetzte Kräfte: verkleinerter Abteilungsstab, -1- Einsatzhundertschaft, Aufklärungszug, Instandsetzungsdienste

01.09.1993

 

Aufhebung Der Abordnung des PR Riß zur GS-Schule zgl. Dienstantritt bei der GSA Nord 2

Sept. 1993

 

Seit September 1993 umfangreiche Erdarbeiten wegen der Umstellung der zentralen Versorgungsanlage von Öl auf Erdgas und Sanierung des Lehrsaalgebäudes.

08.09.1993

 

Aufhebung der Abordnung POR Nitsche zur GSA Nord 2

29.09. - 19.10.1993

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung an der Grenze zu Tschechien.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft

07.10.1993

 

Nach Änderung des § 16a BGSLV (erleichterter Verwendungsaufstieg) wird erstmals im BGS der PHM Holst zum POK ernannt.

12.10. - 09.11.1993

 

Einsatz zur Unterstützung des GSGBPAmtes Hannover anlässlich einer polizeilichen Sonderlage.

Eingesetzte Kräfte: Aufklärungszug

22.11. und 07.12.1993

 

Einsatz zur Unterstützung des Grenzschutz- und Bahnpolizeiamtes Hamburg anlässlich des Transportes von abgebrannten Kernbrennelementen von Brokdorf nach Le Hague (Frankreich).

Eingesetzte Kräfte: je ein Einsatzzug, Aufklärungszug, ABC-Trupp, WaWe-Zug

01.12.1993

 

Ernennung PR Riß zum POR

10.12. - 12.12.1993

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern in Rostock zur Durchsetzung eines Demonstrationsverbotes rechtsradikaler Gruppierungen.

Eingesetzte Kräfte: -2- Einsatzzüge, -1- Wasserwerferzug, -1- Dokumentationstrupp

20.12.1993 bis 11.01.1994

 

Einsatz zur Unterstützung des Grenzschutzames Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung im Bereich Pirna an der Grenze zu Tschechien.

Eingesetzte Kräfte: verkleinerter Abteilungsstab, -1- Einsatzhundertschaft, A-Zug, Instandsetzungsdienste

Einsätze der GSA Nord 2 im Jahre 1994

Einsatzart

Anzahl der Einsätze

Einsatztage

Einsatzkräfte

Einsatzort

Grenzeinsatz gem. § 2 BGSG

17

228

1422

Pirna, Flensburg, Hamburg, Wiesbaden, Bad Bentheim, Frankfurt/Main, Hannover, Saarbrücken, Köln/Kleve

Fußballeinsätze gem. § 3 BGSG

18

21

382

Hamburg, Stuttgart, Hannover

sonst. Einsätze gem. § 3 BGSG

46

175

888

Hamburg, Kiel, Pinneberg, Maschen, Hartenholm, Braunschweig

Einsätze gem. § 11 BGSG

7

16

495

München, Bremen, Solingen, Aachen, Köln

Einsätze gem. § 4 BGSG

1

4

59

Bonn

Insgesamt wurden im Jahr 1995 -119- Einsätze an -476- Tagen mit -3798- PVB gefahren.

1994

01.01. - 31.12.1994

 

PHK Händel wird für den Zeitraum als ehrenamtlicher Richter beim Bundesverwaltungsgericht - 1. Disziplinarsenat - bestellt.

24.01. - 13.05.1994

 

Gruppenführerlehrgang für die Schule des GSP Nord zur GSA Nord 2 ausgelagert.

14.03. - 30.06.1994

 

Abordnung POR Riß zum GSAmt Frankfurt/Oder

15.03. - 28.03.1994

 

Einsatz zur Unterstützung des Grenzschutzamtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung an der Grenze zu Tschechien durch -1- Einsatzhundertschaft.

24.03.1994

 

Die Einsatzhundertschaft wird aus dem Einsatz Pirna herausgelöst und fährt als Einsatzhundertschaft ( ohne -1- Einsatzzug ) zu einer Kurdendemonstration nach Köln.

25.03.1994

 

Aufstellung eines Bereitschaftszuges zusätzlich für den Einsatz in Köln.

05.04.1994

 

MedR z.A. Dr. med. Kämmerer wird als Abteilungsarzt eingestellt

11.04. - 13.04.1994

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Bayern anlässlich eines Prozeßbeginns gegen Kurden vor dem Oberlandesgericht in München.

Eingesetzte Kräfte: Abteilungsstab, -1- Einsatzhundertschaft, Stabshundertschaft, Sanitätsdienste sowie Bereitstellung einer weiteren Hundertschaft

26.04. - 17.05.1994

 

Einsatz zur Unterstützung des Grenzschutzamtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung im Bereich Pirna an der Grenze zu Tschechien.

Eingesetzte Kräfte: verkleinerter Abteilungsstab, -1- Einsatzhundertschaft, Aufklärungszug, Instandsetzungsdienste

24.05.1994

 

Einsatzzug Unterstützung des Grenzschutz- und Bahnpolizeiamtes Hamburg anlässlich eines Nukleartransportes von Brokdorf nach Brunsbüttel.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzzug, Aufklärungszug, Beweissicherungs- und Dokumentationstrupp, ABC-Trupp

29.05.1994

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Nordrhein-Westfalen anlässlich des Jahrestag des Anschlages auf türkische Wohnungen in Solingen durch einen Einsatzzug

01.06.1994

Informationsveranstaltung für Behördenleiter des Kreises Herzogtum Lauenburg in der Unterkunft. Das Bild zeigt die Vorstellung einer Hundertschaft personell und materiell.

07.06. - 28.06.1994

 

Einsatz zur Unterstützung des Grenzschutzamtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung an der Grenze zu Tschechien durch eine Einsatzhundertschaft und einen Aufklärungszug

24.06. - 26.06.1994

 

Einsatz zur Unterstützung des Grenzschutzamtes Kleve anlässlich einer Kurdendemonstration in Frankfurt/Main durch -2- Einsatzzüge

03.07. - 06.07.1994

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Kleve bei der verstärkten Einreisekontrolle durch -1- Einsatzhundertschaft

08.07. - 09.07.1994

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Kleve bei der verstärkten Einreisekontrolle anlässlich einer Kurdendemonstration im Raum Bonn

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft ohne 2 Einsatzzüge

13.08. - 15.08.1994

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Hannover bei der verstärkten Einreisekontrolle in Bad Bentheim anlässlich einer Kurdendemonstration durch -1- Einsatzhundertschaft ohne -1- Einsatzzug

15.08. - 22.08.1994

 

Observationseinsatz im Rhein/Main-Gebiet (Frankfurt/Main) für das GSAmt Flensburg durch den Aufklärungszug

12.09. - 13.09.1994

 

Sitzung der EU-Lenkungsgruppe Polizei/Zoll

Gestellung von Kraftfahrern (10 PVB) zur Ablaufunterstützung in Hamburg

30.08. - 20.09.1994

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung im Bereich Pirna an der Grenze zu Tschechien

Eingesetzte Kräfte: verkleinerter Abteilungsstab, -1- Einsatzhundertschaft, Aufklärungszug, Instandsetzungsdienste

03.10.1994

 

Einsatz anlässlich Tag der Deutschen Einheit in Bremen

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft

10.10. - 17.10.1994

 

Observationseinsatz im Rhein/Main- Gebiet (Frankfurt/Main) für das GSAmt Flensburg durch einen Aufklärungszug

11.10. - 01.11.1994

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung im Bereich Pirna an der Grenze zu Tschechien

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft

19.10. - 26.10.1994

 

Observationseinsatz zur Unterstützung der GSST. Flughafen Hamburg wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung

Eingesetzte Kräfte: Aufklärungszug

09.10.1994

 

Vereidigung von -131- Dienstanfängern unter Mitwirkung des Musikkorps Grenzschutzpräsidium Nord

07.12. - 10.12.1994

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Nordrhein-Westfalen anlässlich der EU-Gipfeltagung in Essen durch -1- Einsatzhundertschaft ohne -1- Einsatzzug

     

Einsätze der GSA Nord 2 im Jahre 1995

Einsatzart

Anzahl der Einsätze

Einsatztage

Einsatzkräfte

Einsatzort

Grenzeinsatz gem. § 2 BGSG

32

307

1484

Pirna, Rostock, Oderhaff, Hamburg, Warnemünde, Usedom, Bad Bentheim, Neustadt

Fußballeinsätze gem. § 3 BGSG

22

22

609

Hamburg, Bremen, Köln, München, Bielefeld, Wolfsburg, Hannover

sonst. Einsätze gem. § 3 BGSG

43

125

1473

Hamburg, Kiel, Maschen, Hannover, Itzehoe, Brunsbüttel, Dannenberg, Uelzen, Göttingen, Schneverdingen

Einsätze gem. § 11 BGSG

10

22

232

Hamburg, Berlin, Rheinland-Pfalz, Gudow, Köln

Insgesamt wurden im Jahr 1994 -92- Einsätze an -444- Tagen mit -3246- PVB gefahren.

1995

03.01. - 23.01.1995

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung im Bereich Pirna an der Grenze zu Tschechien

Eingesetzte Kräfte: verkleinerter Abteilungsstab, -2- Einsatzhundertschaften, Aufklärungszug, Instandsetzungsdienste

31.01.1995

Neujahrskonzert für die Bediensteten der Abteilung und geladenen Gästen aus dem Seniorenheim Schwarzenbek durch das Musikkorps des Grenzschutzpräsidiums Nord

03.02.1995

 

Traditionelles Grünkohlessen mit geladenen Gästen

12.02. - 13.02.1995

 

Einsatz zur Unterstützung des Grenzschutz- und Bahnpolizeiamtes Hannover anlässlich des bevorstehenden Castor-Transportes vom KKW Grundremmingen (Bayern) nach Gorleben (Niedersachsen)

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzzug, Aufklärungszug

21.02.1995

 

Einsatz zur Unterstützung des Grenzschutz- und Bahnpolizeiamtes Hamburg anlässlich des Transportes eines leeren Castorbehälters von Gorleben nach Mühlheim

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft ohne -1- Zug, Aufklärungszug

06.03. - 13.03.1995

 

Einsatz zur Unterstützung des Grenzschutz- und Bahnpolizeiamtes Hannover zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität an der EU-Binnengrenze im Raum Bad Bentheim

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft ohne -1- Einsatzzug

26.03.1995

 

Inkrafttreten des Schengener Durchführungsübereinkommens

28.03. - 18.04.1995

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung im Bereich Pirna an der Grenze zu Tschechien

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft ohne -1- Einsatzzug

24.04. - 25.04.1995

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Hannover anlässlich des Castortransportes von Phillipsburg nach Gorleben. GSA Nord 2 war eingesetzt entlang der Bahnlinie von Celle nach Uelzen.

Eingesetzte Kräfte: Abteilungsstab, -2- Einsatzhundertschaften, Stabshundertschaft

 

Absicherung des stehenden Zuges mit dem Castorbehälter auf dem Bahnhof Dannenberg. Anschließend Weitertransport auf der Straße nach Gorleben.

 

Auf Oberleitungen geworfene Wurfanker. Die Stromabnehmer werden beim Passieren der Züge durch die Wurfanker abgerissen. Die Schäden anschließend sind erheblich.

08.05.1995

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Berlin anlässlich der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Kriegsendes im Schauspielhaus.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzhundertschaft

11.05. - 30.05.1995

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung im Bereich Pirna an der Grenze zu Tschechien.

Eingesetzte Kräfte: verkleinerter Abteilungsstab, -2- Einsatzhundertschaften, Aufklärungszug, Instandsetzungsdienste

14.06.1995

Behördenleiter der Stadt Schwarzenbek nehmen an einer Informationsveranstaltung in der Abteilung teil.

Das Bild zeigt eine Vorführung "Der Zug im Absperr- und Räumdienst"

10.07. - 01.08.1995

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung im Bereich Pirna an der Grenze zu Tschechien.

Eingesetzte Kräfte: verkleinerter Abteilungsstab, -1- Einsatzhundertschaft, -1- Einsatzzug ohne -1- Gruppe, Instandsetzungsdienste

 

Kontrolle eines Kfz im Rahmen einer Sprungfahndung im Amtsbereich Pirna. Sämtliche Überprüfungsmaßnahmen verliefen negativ.

Illegal eingereiste Rumänen werden über den Flughafen Berlin-Schönefeld in ihr Heimatland abgeschoben

24.10. - 14.11.1995

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung im Bereich Pirna an der Grenze zu Tschechien durch einen Einsatzzug

16.12.1995

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Hamburg anlässlich eines Aufzuges der PDS/Linke Liste durch die Innenstadt von Hamburg.

Eingesetzte Kräfte: Abteilungsstab, -1- Einsatzhundertschaft, Stabshundertschaft

31.12.1995

 

Einsatz zur Unterstützung der Landespolizei Bremen anlässlich erwarteter militanter Ausschreitungen von Autonomen.

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzzug

     

1996

17.01. - 07.02.1996

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung im Bereich Pirna an der Grenze zu Tschechien durch eine Einsatzhundertschaft

07.02. - 28.02.1996

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Pirna zur verstärkten Grenzüberwachung im Bereich Pirna an der Grenze zu Tschechien

Eingesetzte Kräfte: verkleinerter Abteilungsstab, -1- Einsatzhundertschaft, Instandsetzungsdienste

19.03. - 24.03.1996

 

Bereithaltung von Einsatzkräften aus Anlass erwarteter unfriedlicher demonstrativer Aktionen im Bundesgebiet (kurdisches Neujahrsfest Newroz)

Einsatzkräfte: Abteilungsstab, -1- Einsatzhundertschaft, Stabshundertschaft

Die Einsatzhundertschaft kam an der niederländischen Grenze im Raum Bad Bentheim, Nordhorn und Elten zum Einsatz

01.04.1996

 

POR Riß wird für drei Jahre zur Polizeiführungsakademie nach Münster abgeordnet

21.04.1996

 

Beteiligung von polizeivollzugsbeamten des Bundes (davon 2 PVB der GSA Nord 2) und der Länder an einem multinationalen Polizeikontingent der UN "International Police Task Force" in Bosnien-Herzegowina

18.04. - 22.04.1996

 

Einsatz zur Unterstützung des GSAmtes Hamburg aus Anlass des bevorstehenden Glaskokillentransportes an der Verladestation in Dannenberg

Eingesetzte Kräfte: -1- Einsatzzug und -1- WaWe 9

23.04. - 02.05.1996

 

Unterstützung durch -1- Einsatzhundertschaft ohne -1- Einsatzzug und -1- WaWe 9

03.05. - 08.05.1996

 

Es wurde die Überwachung der vorgesehenen Eisenbahnlinie für den Glaskokillentransport von Le Hague nach Gorleben übernommen

Aufgabe der Einsatzkräfte war es, Anschläge auf die Bahnlinie zwischen der nordrheinwestfälischen/niederländischen Landesgrenze und Uelzen auf einer Strecke von 160km zu verhindern.

Eingesetzte Kräfte: Abteilungsstab, -3- Einsatzhundertschaften, Stabshundertschaft

 

Sprengstoffanschlag auf die Eisenbahnline Lüneburg - Dannenberg

 

- herausgeschleuderte Metallträger

- Brückentrümmerteile unterhalb der Eisenbahnbrücke

Zur originären Aufgabe der GSA Nord 2 zählte die polizeiliche Überwachung der ehemaligen Grenze zur DDR. Zwischen zwei und sechs Grenzstreifen waren Einsatz. Unterstützt wurde die Grenzstreifentätigkeit durch Hubschrauberflüge.

Der Abteilungsabschnitt

linke Grenze: Straße Gudow - Zarrentin

rechte Grenze: Elbdeich

hatte eine Länge von ca. 41 km.

Das Zollkommissariat Büchen war ebenfalls für diesen Grenzabschnitt zuständig. Der Grenzzolldienst (GZD), der mir dem BGS die Grenzüberwachung sicherstellte, wurde nach dem Bundesgrenzschutzgesetz eingesetzt und war somit der Abteilung fachlich unterstellt.

Drei Grenzübergänge lagen im Abteilungsabschnitt:

- Autobahn 24 Hamburg - Berlin

- Eisenbahnlinie Hamburg - Berlin

- Bundesstraße 5 Lauenburg - Berlin

Als Überwachungsschwerpunkte zählten die Räume links und rechts der Grenzübergänge sowie die "Gartenschlägerstrecke" ostwärts von Bröthen. Geprägt wurden die Punkte durch besonders massive Grenzbefestigungen auf DDR-Seite und durch besonders hohes Besucheraufkommen auf dem Gebiet der Bundesrepublik.

Die Grenzsperranlagen, die sich als drohendes Bollwerk zwischen die beiden deutschen Staaten schob, machten diese Grenze zur schrecklichsten und unmenschlichsten seit Menschengedenken.

Bereits ca. 5km ostwärts der Grenze begann die "5-km-Sperrzone". Dort galt ein absolutes Betreteverbot für alle DDR-Bürger, die nicht im Besitz der Zutrittserlaubnis für diesen Streifen waren. Wer sich hier unbefugt aufhielt, machte sich von vornherein der versuchten "Republikflucht" strafbar und wurde auch bei Festnahme durch Grenzsoldaten, Vopo oder "freiwilligen Helfern" der Grenztruppe so behandelt.

Etwa 500-1000m parallel ostwärts der Grenze verlief der "Schutzstreifenzaun". An diesem Zaun befanden sich optische und akustische Anlagen, die ein unerkanntes Übersteigen fast unmöglich machten.

Der Schutzstreifen baute sich wie folgt auf:

- Grenzverlauf gekennzeichnet mit Grenzsteinen/Grenzpfählen

- ca. 40-50m breiter Sichtstreifen

- Metallgitterzaun mit Selbstschussanlagen oder doppelter Metallgitterzaun mit Bodenminen

- Kfz-Sperrgraben mit Betonplatten

- Spurensicherungsstreifen

- Kolonnenweg

- Grenzmeldenetz

- Beobachtungstürme der unterschiedlichen Bauart

- Beobachtungsbunker

- Lichtsperren/Hundelaufanlagen

Dieser Aufbau machte das Gelände zwischen den beiden Zaunanlagen schier unüberwindbar.

Das schlimmste waren jedoch die Minen innerhalb des doppelten Metallgitterzaunes und die Selbstschussanlangen (SM70) am einreihigen Metallgitterzaun.

Viele Flüchtlinge wurden durch Minen oder SM70 schwer verletzt bzw. so schwer verletzt, dass sie an den Verletzungen starben.

Die Entwicklung der Grenzsperranlagen

1945 --- lediglich Kennzeichnung der Demarkationslinie (DL) durch drei weiße Ringe an Bäumen, Zaunpfählen, usw.

1952 --- Beginn des systematischen technischen Ausbaus mit Stacheldraht und "Todesstreifen", sowie Holzbeobachtungstürmen, Umsiedlung von Bewohnern in Grenznähe und Abriss der Gebäude.

1959 --- Anlegen eines 80 cm tiefen Sperrgrabens und des "Todesstreifens"

13.08.1961 --- Bau der Berliner Mauer. Gleichzeitig Verstärkung des Stacheldrahtzaunes, Verbreiterung von Sichtschneisen usw. an der Demarkationslinie

1961 --- Verlegen von Stockminen, danach Holzkästenminen im doppelten Stacheldrahtzaun

1966 --- Ausbau des Kfz-Sperrgrabens (KSG)

August 1967 --- Aufstellen der schwarz/rot/goldenen DDR-Grenzsäulen

Oktober 1967 --- Erstellung eines Streckenmetallgitterzaunes (MGZ) im Bereich des GSK Küste auf dem Priwall

August 1969 --- Bau des 1. Betonbeobachtungsturms im Bereich GSK Küste

1969 --- Austausch der Holkastenminen durch Plastikminen

1970 --- Anbau der Splitterminen (SM70) am Metallgitterzaun

1972 --- Ausbau der Führungspunkte

1973 --- Beginn mit dem Bau des Schutzstreifenzauns beim GSK Küste

1976 --- Bau der ersten viereckigen Beobachtungstürme

Frühjahr 1983 --- Beginn mit dem Ausbau des Schutzstreifenzauns zur "modernen Form"

Herbst 1983 --- Beginn mit dem Abbau der Splitterminen vom Mietallgitterzaun und Sprengung der Erdminen

November 1984 --- Abbau der letzten Splitterminen (Bundesweit) vom Metallgitterzaun im Bereich der A 24

Oktober 1985 --- Sprengung der letzten Bodenminen

Innerdeutsche Grenze in Schleswig-Holstein

Grenzstreifen in den 70er- und 80-er Jahren

Kradstreife am Schlagbaum Bröthen

Fußstreife im Jahre 1984 im Gespräch mit dem Jagdpächter über den Grenzverlauf

Beobachtungstürme verschiedener Bauart

Grenzverlauf gekennzeichnet mit Grenzsteinen, davor auf dem Gebiet der Bundesrepublik weiße Plastikpfähle mit und ohne Hinweisschildern.

DDR-Grenzsäule mit Emblem ca. 5-8m ostwärts der Grenzlinie.

Selbstschussanlage (SM 70) am Metallgitterzaun

Grundausstattung von Soldaten der DDR/Grenztruppe unmittelbar jenseits der Grenzlinie mit dem üblichen "Tagesgruß"

Anmerkung zum "Tagesgruß" am Bild oben - eine Anmerkung des Webseitenbetreibers:

Jeder Ehemalige weiß, was mit dem "üblichen Tagesgruß" gemeint ist. Allen anderen interessierten Betrachtern hier sei dazu erklärt:

Wenn es eine solche Begegnung, zudem noch in einer solchen Nähe gab, fand diese im Stillschweigen der Angehörigen der DDR statt. Redeverbot mit dem "Klassenfeind", Kontrolle der Kontrolle durch Begleitpersonen der DDR-Grenzer machten das Einhalten des Redeverbotes möglich.

Sie konnten noch so freundlich sein, zig Tagesgrüße "rüberschicken" - auf Seiten der DDR blieb es still. Dafür ging die Kamera ans Auge (damit ist der "Tagesgruß" unter Insidern gemeint) und hörte nicht mehr auf, zu klicken.

Jede solche Begegnung hatte für mich persönlich immer eine feindliche Ausstrahlung mir/uns gegenüber.

Für mich persönlich immer eine schwere Situation. Ja, es waren zwei unterschiedliche Systeme. Doch hatten wir eine gemeinsame Sprache, Kultur und Geschichte. Waren unterschiedliche politische Gegebenheiten Grund genug dafür jegliche menschliche - und wenn nicht diese - eine militärische Höflichkeit im Gegenüber walten zu lassen?

Eine solche Verachtung und Feindschaft gegenüber Angehörigen der DDR-Grenztruppen gab es einfach bei uns nicht. Wenn dann eher eine beklemmendes, bedauerndes und trauriges Empfinden!

25.03.1975

Beginn der Neuvermarkung der Grenzlinie zwischen der Bundesrepublik und der DDR durch die Katasterämter Ratzeburg und Schwerin

Mai 1975

Grenzbegehung und Festlegung der Grenzpunkte am Ostufer der Stecknitz durch die Katasterämter beider Seiten

29.08.1975

Lehrerin mit fünf Schulkindern überschreitet versehentlich die Grenze zur DDR auf der F 5 in Lauenburg. Die Personen wurden durch die DDR-Grenztruppe festgenommen und nach drei Stunden abgeschoben.

28.10.1975

Setzen des ersten neuen Grenzsteins nach der Neuvermarkung der Grenzlinie im Abteilungsabschnitt

01.04.1976

Die neuvermarkte Grenzlinie wird durch die Bundesrepublik und der DDR freigegeben

30.04.1976

Der schlimmste Vorfall an der Grenze ereignete sich am 30.04.1976, als der Bundesbürger Michael Gartenschläger beim Abbau von Selbstschussanlagen (SM 70) am Metallgitterzaun von DDR-Grenzsoldaten erschossen wurde.

An den Feiertagen (17. Juni, Volkstrauertag sowie der 1. Mai) eines jeden Jahres werden am Gedenkkreuz Kränze und Blumengebinde vom Freundeskreis von M. Gartenschläger niedergelegt. Die DDR-Grenztruppe führte an diesen Tagen eine verstärkte Streifentätigkeit im Raume Leisterförde durch.

01.06.1976

01.06.1976

Ein Streifenwagen (VW Kübel) brennt während einer Streifenfahrt zwischen Büchen und Lauenburg aus.

Bergedorfer Zeitung vom 04.06.1976

Bergedorfer Zeitung vom 04.06.1976

Ein mit vier jungen Beamten besetzter BGS-Jeep aus Schwarzenbek ging am Dienstag während der Fahrt zwischen Basedow und Dalldorf in Flammen auf. Die Insassen konnten sich jedoch noch rechtzeitig aus dem offenen Fahrzeug retten. Lauenburgs Feuerwehr war mit dem Tanklöschwagen schnell zur Stelle, zu retten war der Wagen allerdings nicht mehr. Das feuer war aus unerklärlichen Gründen offenbar im Batterie-Bereich entstanden. (Foto: Niemeier)

05.03.1978

In der Nacht wurden fünf Selbstschussanlagen (SM 70) vom Gebiet der Bundesrepublik Deutschland aus durch Wurfangeln gezündet

Bereits im Abschluss der Verkehrsvereinbarungen zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland von 1975 über die Grunderneuerung der Autobahn Helmstedt-Berlin waren Verhandlungen mit der DDR über den Bau einer Autobahn Hamburg-Berlin für 1978 in Aussicht genommen worden.

In den Verkehrsvereinbarungen vom 161..11978 konnte dann neben den Abmachungen eine Einigung über die Herstellung einer Autobahnverbindung zwischen Berlin und der Grenze zur Bundesrepublik Deutschland in Schleswig-Holstein bis zum November 1982 erzielt werden.

Im Januar 1980 wurde mit den ersten Vermessungsarbeiten diesseits der Grenze auf der alten (neuen) Autobahntrasse Hamburg-Berlin begonnen und der Wasserlauf der Boize verlegt.

Grenzüberschreitende Arbeiten durch die DDR im Oktober/November 1981 bis zu 50m auf dem Gebiet der Bundesrepublik.

Der Arbeitsbereich wurde auf dem Bundesgebiet durch einen Bauzaun eingezäunt.

Nach den grenzüberschreitenden Arbeiten wurde im Dezember 1981 die fertig betonierte Autobahn durch eine ca. 3m hohe Betonmauer durch die DDR gesperrt.

Grenzübergangsstelle (Güst) Zarrentin/DDR im September 1982

Grenzkontrollstelle Gudow im September 1982

Ausgefahrene Kraftfahrzeugsperre auf der Kolonnenwegbrücke im September 1982

Schließen der seitlichen Begrenzung der Autobahn mit gleichzeitiger Anbindung an den Wildzaun auf dem Gebiet der Bundesrepublik im November 1982.

Flucht eines DDR-Arbeiters mit LKW und Anhänger am letzten Tag (07.12.1981) der grenzüberschreitenden Arbeiten auf der Autobahn

Der bei der Flucht verwendete LKW.

Am 10.12.1981 wurde der LKW an der Grenzlinie auf der B5 / F 5 von der Bundesrepublik an die DDR übergeben.

20.11.1982 um 10.01 Uhr Ankunft des ersten PKW /ADN-Reporter) an der Grenzlinie.

Die neue Autobahn 24 wurde durch die damaligen Verkehrsminister der DDR und der Bundesrepublik (Herrn Dollinger) eingeweiht.

29.07.1981

29.07.1981

Ein durch die Staatsanwaltschaft Bielefeld vorgeführter Untersuchungshäftling flieht im Rahmen einer Tatortbesichtigung (angeblich vergrabene Panzerfaust) in unmittelbarer Grenznähe auf der Eisenbahnlinie Büchen-Schwanheide in die DDR.

Der flüchtige Häftling ist auf dem Bahndamm von zwei Grenzaufklärern festgenommen worden.

18.03.1982

Ein Streifenwagen der Landespolizei Schleswig-Holstein mit zwei Beamten durchfährt die Grenzkontrollstelle Lauenburg auf der B 5, fährt ca. 30 m in die DDR, drehte und kehrte auf das Bundesgebiet zurück.

1982

Zwei Bundesbürger fahren versehentlich unter Alkoholeinfluss auf einem Güterzug von Büchen in die DDR. Sie wurden festgenommen und nach 40 Tagen wieder abgeschoben.

09.07.1982

An der GÜST Horst wird ein Fluchtversuch eines Motorradfahrers durch Waffengewalt der DDR-Organe vereitelt.

27.01.1983

Versehentlich steigen zwei Zollbeamte in Büchen, um Kontrollen durchzuführen, in einen falschen Zug. Als sich der Zug Richtung DDR in Bewegung setzte, gelang einem der Beamten, von dem fahrenden Zug abzuspringen. Der zweite Beamte meldete sich bei den Behörden der DDR in Schwanheide. Nach einer Vernehmung konnte er zurückreisen.

19.08.1983

Ein Unterleutnant der DDR-Grenztruppe flüchtet bei Dalldorf in die Bundesrepublik Deutschland

22.06.1984

Ein westdeutscher PKW durchfährt unter Missachtung von Haltezeichen die Grenzkontrollstelle in Richtung DDR. Der Wagen wird unter Anwendung von Schusswaffen durch DDR-Organe zum Stehen gebracht.

Festnahme und Rücküberstellung der weiblichen Person am 23.06.1984

30.09.1984

Vier türkische Staatsangehörige durchfuhren die Grenzkontrollstelle Lauenburg und überschritten die Grenze zur DDR.

Festnahme und spätere Rückführung durch DDR-Organe.

Nov. 1984

Abbau der letzten Selbstschussanlage (SM 70) an der Grenze zur DDR nördlich der Autobahn 24 (Gudow)

05.06.1985

Gemeinsame Grenzbegehung durch den gesamten Abteilungsabschnitt durch die Katasterämter Ratzeburg/Schwerin, Grenztruppe der DDR und dem Bundesgrenzschutz (Sachgebiet I/S)

Okt. 1985

Sprengung der letzten Bodenminen im zweireihigen Metallgitterzaun ostwärts von Gudow.

Nov. 1985

Fertigstellung eines Grenzinformationszentrums in Lauenburg.

01.07.1987

Flucht eines Oberleutnants der DDR-Grenztruppe in Uniform am Bahndamm Büchen - Schwanheide

Beginn der Spurensuche diesseits der Sperranlagen durch die Grenztruppe und Kriminalpolizei der DDR

13.03.1988

DDR-Organe verhindern den Durchbruch eines PKW Ost/West durch Abgabe von zwei Schüssen in der GÜST Zarrentin

06.12.1988

Ein Bundeswehr-Fahrzeug mit zwei uniformierten Soldaten fährt nach Überfahren des Haltezeichens (Ampel) an der Grenzkontrollstelle Lauenburg ca. 80m auf DDR-Gebiet, wendet und kehrt auf Bundesgebiet zurück.

11.12.1988

Einem DDR-Bürger gelang die Flucht westlich Nostorf in die Bundesrepublik Deutschland. Nach seinen Aussagen wurde sein Freund durch Grenzsoldaten am Metallgitterzaun festgenommen.

13.01.1989

Unter Missachtung des Haltezeichens (rote Ampel) durchfahren zwei Bundeswehrsoldaten mit einem Dienst-Kfz die Grenzkontrollstelle Lauenburg bis zum 2. Postenhaus in der DDR. Dort werden sie gestoppt und zur GÜST Horst verbracht. Nach einer Stunde kehrten sie mit ihrem Kfz zurück.

Fahrtziel war der Truppenübungsplatz Munster-Lager.

Ab dem 28.10.1989 Aufnahme von Aussiedlern aus Russland, Polen und Übersiedlern aus der DDR in der Unterkunft zur Durchführung der Erstregistrierung, die in Lübeck bei der GSA A Küste stattfand.

Verbleib der betreuten Menschen bis zum Transport in die Aufnahmelager der Länder bis zu drei Tagen. Beendigung der Maßnahme in der GS-Unterkunft nach Öffnung der Grenze zur DDR am 09.11.1989.

Begrüßung der Übersiedler aus der DDR im Wirtschaftsgebäude durch Bürgermeister Schnack und POR Sacker.

Am 09.11.1989 war es endlich soweit.

Am 09.11.1989 war es endlich soweit.

Anmerkung des Verfassers dieser Webseite: Ich kann mich noch gut an Diskussionen im Kollegenkreis aus 1982/83 erinnern. Wir kamen aus dem Gespräch und der deutschen Geschichte auf das Thema "Wiedervereinigung". Ich war der einzige, der die These vertrat, dass es eine Wiedervereinigung geben wird. Wann, wie und unter welcher politischen Entwicklung blieb dabei offen. Meiner Ansicht nach war es aber nur eine Frage der Zeit. Dafür sprach der gemeinsame Faktor beider deutscher Staaten, der Freiheitswille der DDR-Bürger, der auf Dauer nicht unterdrückt werden konnte und die politische Entwicklung inkl. der "Entspannungspolitik".

Auch kann ich mich erinnern, dass ich weiterhin die These vertrat, dass die Wiedervereinigung ein wahnsinnig wirtschaftliches Potential beinhaltet.

Dass ich mit meiner Ansicht alleine stand, scheint nicht verwunderlich. Dass die Wiedervereinigung so schnell folgen würde, hätte selbst ich nicht gedacht. Was das wirtschaftliche Potential betraf: Dies wurde durch den Ausverkauf an ausländische Staaten und Firmen meiner Meinung nach nicht genutzt.

Die fast undurchlässige Grenze zur DDR öffnete sich für die DDR-Bürger. In den Bereichen der Grenzübergänge spielten sich fast unvorstellbare Ereignisse ab. Teilweise kam der Verkehr auf der Autobahn 24 und der Bundesstraße 5 in Lauenburg zum Erliegen.

Am 09.02.1990 fand ein Treffen zwischen der Abteilungsführung GSA Küste 3 und der Führung des Grenzkreiskommandos Hagenow bei der Grenzkontrollstelle Lauenburg statt, um entsprechende Probleme nach der Grenzöffnung zu besprechen.

Nach der Grenzöffnung der Grenze am 09.11.1989 kam es im Februar 1990 zu ersten Gesprächen zwischen den Angehörigen der Grenztruppe und dem Sachgebiet Sicherheit.

Das letzte gemeinsame "Feldfrühstück" an der Grenze zur DDR im Juni 1990 mit dem Sachgebiet Sicherheit der GSA Küste 3 und den Grenzaufklärern des Grenzkreiskommandos Hagenow.

Am 07.06.1990 rollte der erste Geldtransporter auf der A 24 aus Hamburg in Richtung Schwerin. Der Geldtransporter wurde an der Grenzübergangsstelle Gudow von der Volkspolizei und Spezialkräften übernommen.

Übergabe der ersten Exponate für die in der historischen "Priesterkate" in Büchen geplante Grenzausstellung im Mai 1990

30.06.1990  Abschied von der letzten Grenzstreife

30.06.1990 Abschied von der letzten Grenzstreife

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde verabschiedete der stellv. Abteilungskommandeur der GSA Küste 3, PR Kluge, im Beisein von neun Bürgermeistern aus allen Grenzgemeinden im Abteilungsabschnitt, die letzte Grenzstreife am 30.06.1990 unmittelbar an der Grenzlinie.

Als Erinnerung an diesen ereignisvollen Tag, an dem, wie PR Kluge betonte, einer seiner seltenen Fälle eintrat, dass eine polizeiliche Aufgabe wegfiel, überreichte er den PVB und den Bürgermeistern ein Stück vom Metallgitterzaun.

Wie sich die Zeiten ändern!

Wer hätte vor sieben Jahren daran gedacht, dass nicht nur die Sprachlosigkeit an der Grenze so schnell beendet sein würde, sondern dass auch gemeinsame Arbeiten von BGS-Beamten mit Angehörigen der DDR-Grenztruppe problemlos möglich sein könnten.

Auslöser war ein "Kappenfest" in Dalldorf (Bundesrepublik Deutschland) an dem Bewohner aus dem ca. 2km entfernten Zweedorf (DDR) teilnehmen wollten.

Ein Antrag an die zuständigen DDR-Behörden auf Nutzung eines alten, durch die Grenze unterbrochenen Fußwegs wurde positiv beschieden, Sie genehmigten einen Fußgängergrenzübergang über den Grenzbach Stecknitz für

Samstag, den 24.02.1990 von 18:00 - 19:00 Uhr und

Sonntag, dem 25.04.1990 von 01:00 - 03:00 Uhr

Damit der Grenzübergang gefahrlos begangen werden konnte, musste unmittelbar ostwärts der Grenze Gestrüpp beseitigt werden.

Dazu erlaubte die DDR Angehörigen des Technischen Zugs der Abteilung, diese Arbeiten am Freitag, den 23.02.1990 ab 10:00 Uhr in Uniform auf dem Territorium der DDR durchzuführen.

Wie verabredet, rodeten die BGS-Beamten mit Motorsägen das Gestrüpp auf dem Gebiet der DDR.

Anschließend zogen und schleppten sie die Äste gemeinsam mit 2 Stabsfähnrichen der DDR-Grenztruppe von der Grenzlinie, bis die Übergangsstelle frei war. Nach ca. einer Stunde waren die Arbeiten beendet und alle verabschiedeten sich mit Handschlag. Während der Öffnungszeiten wechselten ca. 30 Besucher die Grenze Ost/West zum gemeinsamen Kappenfest.

Die Rückkehr verlief etwas "schleppender"! Die DDR-Grenztruppe ließ es sich nicht nehmen, die grenzüberschreitenden Personen einer genauen Überprüfung zu unterziehen.

Nachdem am 23.02.1990 die Grenzlinie in einer gemeinsamen Aktion freigeschlagen wurde, begannen im April 1990 die Arbeiten zur Befestigung des alten Weges von Dalldorf nach Zweedorf. Damit war ein weiterer provisorischer Grenzübergang fertig gestellt.

Am 13.04.1990 wurde der provisorische Grenzübergang Dalldorf/Zweedorf (alter Verbindungsweg) endgültig für Fußgänger und Fahrradfahrer freigegeben.

(PHK Händel war der erste Ost/West)

Am 31.01.1991 wurde durch Bundeswehr unter reger Anteilnahme der Bevölkerung der Beobachtungsturm am Schlagbaum Bröthen mit einem Bergepanzer ohne großen Kraftaufwand umgerissen.

Sofort stürzten sich die bekannten "Mauerspechte" auf die Trümmer, um sich Souvenirs zu sichern.

In der Zeit vom 15. September bis zur Einstellung des Grenzstreifendienstes anlässlich der Öffnung der Grenze zur DDR am 30. Juni 1990 wurden von der Abteilung 47.500 Grenzstreifen gefahren.

In die Verhältnisse an der Grenze zur DDR wurden bei ca. 1750 Grenzführungen 70.100 Besucher, davon ca. 10.000 Ausländer, eingewiesen.

Ein Fußballspiel:

  • lang ersehnter Höhepunkt der Woche

  • für viele das schönste Freizeitvergnügen

  • ca. 90 Minuten lang

Ablauf eines Sportereignisses aus Sicht eines Einsatzzuges

Seit April 1992 obliegt dem Bundesgrenzschutz die Wahrnehmung der Aufgaben der Bahnpolizei, zu denen u.a. die Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung in den Reisezügen und Bahnhöfen gehört.

Da eine Vielzahl von Fußballanhängern mit der Deutschen Bahn AG zu den Spielen ihres favorisierten Vereins anreisen, steigt dadurch die Gefährdungskurve für Bahnreisende und Einrichtungen der Deutschen Bahn AG erfahrungsgemäß stark an.

Um dieser Lage angemessen begegnen zu können, verstärken Polizeivollzugsbeamte der Einsatzhundertschaften die Bahnpolizeiwachen. Für die Kräfte der Grenzschutzabteilung Nord 2 bedeutet dies, dass bei Heimspielen des SV Werder Bremen, des Hamburger Sportvereins, des FC Hansa Rostock sowie des FC St. Pauli Einsätze auf den Hauptbahnhöfen der entsprechenden Städte bevorstehen.

Wie sich ein derartiges Sportereignis für die Frauen und Männer eines Einsatzzuges darstellt soll in dem folgenden Ablauf einmal aufgezeigt werden.

Montag, 18.03.1996 gegen 14:00 Uhr

Der Einsatzbefehl des Grenzschutz- und Bahnpolizeiamtes Hamburg für das Nachholspiel des Hamburg Sportvereins gegen den 1. FC Köln am 19.03.1996 trifft als FAX beim Zugführer ein. Der hohe Einsatzwert und einschlägige Erfahrung aller PVB des Zuges ermöglichen jedoch eine schnelle, bereits zur Routine gewordene Vorbereitung des anstehenden Einsatzes, so dass der relativ spät eingegangene Befehl noch problemlos in allen Ebenen umgesetzt werden kann. Mit Abschluss der Einsatzvorbereitung werden die PVB in den Feierabend entlassen.

Dienstag, 19.03.1996, 13:00 Uhr Dienstbeginn

Durch die vorher festgelegte Verschiebung der Arbeitszeit und dem dadurch nach rückwärts verschobenen Dienstbeginn, wird die arbeitszeitrechtlich vertretbare Einsatzdauer bis in die Nachtstunden gestreckt.

14:00 Uhr: Befehlsausgabe und Lageorientierung an alle eingesetzten Kräfte

14:55 Uhr: Der Zug ist einsatzbereit und auf dem Omnibus der Abteilung aufgesessen

15:00 Uhr: Abmarsch zum Hamburger Hauptbahnhof

Während der letzten Befehlsausgabe durch den Gesamteinsatzleiter der Bahnpolizeiwache mit allen am Einsatz beteiligten Polizeiführern erhält der Zug den Auftrag, gewaltbereite Fußball-Fans vom Hauptbahnhof mit der zum Volkparkstadion fahrenden S-Bahn zu begleiten, um Sachbeschädigungen und Körperverletzungsdelikte zu verhindern.

Gegen 18:00 Uhr erscheint eine Gruppe von ca. 150 grölenden, zum Teil stark alkoholisierten Fußball-Fans aus Richtung Innenstadt kommend am Bahnhofseingang "Glockengießerwall", um durch die "Gute Stube des Hauptbahnhofes" - die Wandelhalle - zur S-Bahn zu marschieren. Ein kurzer Befehl über Funk des Zugführers bewirkt, dass die PVB des Einsatzzuges die Fan-Gruppe einschließen und so zum S-Bahnsteig begleiten.

Das konsequente Zusammenhalten der Fan-Gruppe durch die flankierend begleitenden Beamten verhindert Belästigungen der übrigen Bahnreisenden und Vandalismus in oder an den Geschäften entlang der Marschroute. Am Zugang der S-Bahn kommt es dennoch zu einem Zwischenfall, als aus einer Gruppe von Personen, die den Bahnhofsvorplatz ständig frequentieren, zum Teil volle Bierdosen auf die Fußballanhänger geworfen werden. Ein schnelles und konsequentes Einschreiten verhindert jedoch eine Eskalation der Situation, mit dem Erfolg, dass die Fans störungsfrei zur S-Bahn gebracht werden und eine männliche Person zweifelsfrei als "Dosenwerfer" identifiziert wird.

Nach erfolgter vorläufiger Festnahme wird er zur Durchführung aller weiterer Folgemaßnahmen durch zwei Polizeivollzugsbeamte zur Bahnpolizeiwache verbracht.

Der Rest des Einsatzzuges hat mittlerweile die Fans in eine bereitstehende S-Bahn gedrängt und begleitet sie bis zum Ziel nach Stellingen. Die Fahrt verläuft, abgesehen von einer Sachbeschädigung in einem S-Bahn-Wagen, störungsfrei. Da der Täter bei seiner Tat beobachtet wird, können zwei Polizeivollzugsbeamte am Zielort dessen Personalien feststellen. Die später gefertigte Strafanzeige und die damit einhergehende Einleitung der Strafverfolgung ist für die Polizeivollzugsbeamten bereits zur Alltäglichkeit geworden.

Mit Erreichen werden die Fans vom Gelände der Deutschen Bahn AG begleitet und nach kurzer Verbindungsaufnahme dem Führer der Landespolizei übergeben, der mit seinen nachgeordneten Kräften die Begleitung bis zum Volksparkstadion sicherstellt. Eine fernmündliche Rückfrage bei der Einsatzleitung bestätigt die eigene Lagebeurteilung des Zugführers: Die Anreisephase der Fußballanhänger ist abgeschlossen.

Der Einsatzzug erhält die Genehmigung, das Fußballspiel mit anderen Kollegen der Bahnpolizei "dienstlich" im Stadion zu verfolgen.

21:00 Uhr: Die Zuschauer im Stadion erleben die letzten 15 Minuten der Bundesligabegegnung, während die PVB des Einsatzzuges schon am S-Bahn-Haltepunkt Stellingen bereitstehen, um zurückkehrende Fußball-Fan-Gruppen in Richtung Hauptbahnhof zu begleiten.

Diesmal verläuft die sogenannte Rückreisephase sehr ruhig. Die meisten Fußballanhänger kehren in kleinen Gruppen zurück. Größere Ansammlungen, wie vor dem Spiel, finden nicht statt, so dass die Rückbegleitung der im 5-Minuten-Takt abfahrenden S-Bahnen nach und nach von geringen Kräften des Zuges in der Regel durch eine halbgruppe geführt wird.

22:30 Uhr: Diese Einsatzphase ist ohne Vorkommnisse abgeschlossen. Nach einer anschließenden Besprechung in der de Einsatzleiter für die folgenden Nachtstunden eine ruhige, normale Lage prognostiziert, wird der Einsatzzug mit Dank aus dem Einsatz entlassen und trifft um 23:30 Uhr wieder im Standort ein.

Nach erfolgter Abgabe aller Waffen, Führungs- und Einsatzmittel ordnet der Zugführer Dienstschluss an.

Für die Einsatzkräfte ist ein Fußballbundesligaspiel also:

  • Weniger der langersehnte Höhepunkt der Woche, als vielmehr ein Dienst zu "ungünstigen" Zeiten

  • Weniger ein Freizeitspaß, als vielmehr die Aufgabe, anderen Menschen ein ungetrübtes Fußballvergnügen zu bescheren

  • Und dies 10 - 16 Stunden lang

UN - Einsatz in Namibia

In der Zeit von September 1989 bis Anfang April 1990 nahmen POK Wolfgang Piefke, PM Volker Geertz und PHW Matthias Schwarz an der ersten UN-Mission, die durch den Bundesgrenzschutz unterstützt wurde, teil. Im Rahmen der UNTAG (United Nation Transmission Assistance Group) waren die drei PVB neben -47- weiteren Beamten des Bundesgrenzschutzes im Norden des Landes an der angolanischen Grenze als Polizeibeobachter eingesetzt.

Dort versahen sie mit Polizisten aus -15- Ländern, unter anderem einem Kontingent der DDR, ihren Dienst. Namibia wurde am 21.03.1990 als jüngster afrikanischer Staat unabhängig.

UN - Einsatz in Kambodscha

In der Zeit von Mai 1992 bis August 1993 nahmen -6- Angehörige der GSA Nord 2 an der bisher größten UN-Mission in Kambodscha teil.

Die Polizeivollzugsbeamten waren mit über -3.000- Kollegen aus -20- verschiedenen Nationen Polizeibeobachter der UNTAG.

Die Aufgabe bestand in der Unterstützung der UN-Übergangsverwaltung im polizeilichen Bereich wie z.B.

- Überwachung und Ausbildung der örtlichen Sicherheitskräfte

- Bildung von Ermittlungsgruppen für Schwerstkriminalität

- Streifendienste zu Fuß, Wasser und in der Luft

- Unterstützung von Vorbereitungen der ersten freien und demokratischen Wahlen

- Zusammenarbeit mit örtlichen Verwaltungen und UN-Militäreinheiten

Der Einsatz wurde durch extrem schlechte Straßenverhältnisse, millionenfach verlegte Minen, ständige Bedrohung durch Angehörige der Roten Khmer und Witterungsverhältnissen und den damit verbundenen Krankheiten erheblich erschwert.

Polizeiliche Ausstattungshilfe für Tansania

Im Rahmen einer polizeilichen Ausstattungshilfe für Tansania war der Sachbearbeiter für Kraftfahrwesen, PHK Fillmer, durch das Bundesministerium des Innern mit der Errichtung und Einrichtung einer Zentralwerkstatt für Polizeifahrzeuge in Dar es Sallam während mehreren Aufenthalten in den Jahren 1993 - 1995

- eines ersten Konzeptes für den Bau der Werkstatt

- Landankauf und

- sonstiger Rahmenbedingungen für ein derartiges Bauvorhaben

beauftragt.

Bild oben und unten: Alte Kfz-Werkstatt vor Beginn der Aufräumarbeiten

In Deutschland wurden die Maschinen, Werkzeuge und sonstiges Gerät für die Zentralwerkstatt eingekauft und im Oktober 1994 per Schiff nach Dar es Salaam befördert.

Ab Oktober 1994 wurde mit der Einrichtung der Werkstatt und der Ausbildung der einheimischen Mechaniker begonnen. Im Jahr 1995 konnte die fertige Werkstatt an den Präsidenten der Vereinigten Republik von Tansania übergeben werden.

Die tansanische Polizei ist nunmehr in der Lage, fachgerechte Instandsetzungsarbeiten an Dienstfahrzeugen durchzuführen. Zwei PVB der GSA Nord 1 werden das Projekt für -2- Jahre in Form von Ausbildungsvorhaben und praktischer Arbeit begleiten.

Weitere Einrichtungen sollen in den folgenden Jahren gebaut werden.

Seit der Aufstellung des Bundesgrenzschutzes im Jahre 1951 rekrutiert sich das Personal aus Freiwilligen.

Junge Männer verpflichten sich für eine Dienstzeit von sieben Jahren. Um einer Überalterung des Bundesgrenzschutzes vorzubeugen, mussten die meisten Beamten den Bundesgrenzschutz nach einer Dienstzeit von sieben Jahren wieder verlassen.

Es bedurfte stets der größten Anstrengungen, genügend junge dynamische und qualifizierte Männer für einen anstrengenden, aufreibenden Dienst zu gewinnen, um die erforderliche Sollstärke und somit Einsatzbereitschaft des Bundesgrenzschutzes zu erreichen.

Besondere Argumentationshilfen für eine Personalgewinnung waren gute Verdienstmöglichkeiten, die solide Ausbildung sowie die durchorganisierte Freizeitgestaltung beim Bundesgrenzschutz.

NachAuskunft von Polizeioberkommissar im BGS a.D. Holst, der seinen Dienst 1954 beim Bundesgrenzschutz als Grenzjäger begann, verdiente er im Jahr satte 248,40 DM brutto, durfte die ersten sechs Wochen die Unterkunft nicht oder nur in Begleitung eines Unterführers verlassen, hatte nach diesen sechs Wochen Ausgangssperre dann eine tägliche Sperrstunde um 22.00 Uhr einzuhalten, samstags war selbstverständlich Dienst und ein verlassen der Unterkunft am Sonntag konnte nur mit einem Urlaubsschein erfolgen.

Trotzdem gelang es dem Bundesgrenzschutz, die Sollstärke annähernd zu erreichen.

Bis zum Jahre 1956.

In diesem Jahr wurde die Bundesweh aufgestellt. Der Bundesgrenzschutz verlor kraft Gesetzes 50% des Personalbestandes an die Bundeswehr. Es gelang nicht, trotz Ausschöpfung aller Möglichkeiten, die alte Sollstärke wieder zu erreichen. In den 60er Jahren wurden junge Unterführer des BGS auf den Kreiswehrersatzämtern eingesetzt, um wehrpflichtige Männer für den Dienst beim Bundesgrenzschutz zu gewinnen. Bei den Abteilungen wurden Sachgebiete "Werbung" gebildet, die in einer Aktion "Werbung rund ums Haus" ebenfalls für Nachwuchs beim BGS sorgen sollte. Jeder Angehörige des Bundesgrenzschutzes war aufgefordert, Nachwuchswerbung zu betreiben. Kam es zu einer Einstellung, so wurde Sonderurlaub gewährt.

So mancher junge Mann wurde so für den Dienst beim Bundesgrenzschutz gewonnen.

Allerdings reichten die eingestellten Beamten nicht aus, um die Einsatzfähigkeit des Bundesgrenzschutzes zu gewährleisten. Aus diesem Grund wurde das Wehrpflichtgesetz dahingehend geändert, dass Männer ihre Wehrpflicht als Dienstleistende beim Bundesgrenzschutz erfüllen konnten.

So wurden auch im Standort Schwarzenbek Dienstleistende im Jahre 1971 bis 1973 für die Dauer von -18- Monaten zum Einsatz beim BGS verpflichtet. Von der Möglichkeit als Polizeivollzugsbeamter im Bundesgrenzschutz übernommen zu werden, entschieden sich nur wenige.

Es blieb also schwierig.

Im Jahre 1972 wurde durch das Grenzschutzkommando Küste zur Motivation angeordnet, dass sämtliche GS-Beamte der Grenzjäger-/Unterführerlaufbahn, die außerhalb ihrer Dienststunden mit Erfolg einen Interessenten geworben haben, der eingestellt worden ist, eine Anerkennung erhalten. Jeder erfolgreiche Werber erhielt unter Freistellung vom übrigen Dienst die Genehmigung einer Fahrt über die Ostsee mit einem Patrouillenboot des BGS See oder einen Flug mit einem BGS-Hubschrauber.

Das Jahr 1974 war auf dem Gebiet der Nachwuchswerbung das erfolgreichste heißt es in einem Erlass des Bundesministerium des Innern. Die Ist-Stärke des Bundesgrenzschutzes konnte dadurch erstmals auf über 21.000 Beamte gesteigert werden.

Mit dem Personalstrukturgesetz im Jahre 1976 - Angleichung an die Polizei der Länder - bildete der Bundesgrenzschutz seine Beamten in einer zweieinhalbjährigen Ausbildung zu Polizeivollzugsbeamten aus.

Die Ämter des einfachen Dienstes entfiele.

Der Beruf des Polizeivollzugsbeamten im BGS wird zum Lebensberuf.

Im Jahr 1979 erscheint erstmals im Organisations- und Dienstpostenplan der Abteilung die Planstelle des "Hilfssachbearbeiters Werbung".

Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Nachwuchswerbung im Nebenamt durchgeführt.

Diese Aufgabe wurde bis zum Jahre 1990 von POM Duczek wahrgenommen.

Zu seinen Tätigkeiten gehörte:

- Planung, Koordinierung und Lenkung der Werbemaßnahmen

- Zusammenarbeit mit Behörden im Bereich des Personalersatzes

* Arbeitsämter, Gemeinden, Bundeswehr usw.

- Einsatz von Haushaltsmitteln

- Berufskundliche Vorträge

- Beratung von Interessenten

- Abwickeln von Anzeigenaktionen, Bewerbungen, Anfragen

- Vorbereiten der Bewerberakten bis zum Eignungsauswahlverfahren.

Geburtenschwache Jahrgänge und die Emanzipation der Frauen sorgten dafür, dass sich erstmalig im Jahre 1987 die Tore des Bundesgrenzschutzes für weibliche Bewerber öffneten.

In Schwarzenbek traten erstmalig 1987 Frauen ihre Ausbildung im 2. Dienstjahr an.

Im Jahr 1990 übernahm PHM Lender die Aufgaben der Nachwuchswerbung. Die Bezeichnung Hilfssachbearbeiter Werbung änderte sich in Einstellungsberater.

Durch die Wiedervereinigung ergaben sich in den neuen Bundesländern viele Möglichkeiten, junge dynamische Frauen und Männer für den Beruf des Polizeivollzugsbeamten im Bundesgrenzschutz zu gewinnen.

"Was mache ich jetzt?"

"Was mache ich jetzt?"

Mit einer bestens ausgebildeten Mannschaft werden die Angehörigen der Abteilung medizinisch betreut und versorgt. Bei vielen Einsätzen und Übungen konnten die Sanitätsbeamten ihr fachliches Können unter Beweis stellen. Natürlich hat sich der Sanitätsdienst im Bundesgrenzschutz im Laufe der Jahre deutlich verändert. Aus den "Sanis" wurden fachlich spezialisierte Mitarbeiter, die nach Abschluss des Examens der großen Krankenpflege durch zusätzliche fachorientierte Spezialausbildungen wie Notfallmedizin, Ergometrie, Arbeitsmedizin und Labordiagnostik usw. ausgebildet worden sind.

Früher noch im grünen Outfit treten sie heute für jedermann erkennbar in der freundlichen weißen Kleidung des ärztlichen Dienstes auf.

Umstrukturierung des Bundesgrenzschutzes nach

der Öffnung der Grenzen

Das mit der Wende im politischen Denken in Europa und dem Abbau der Fronten nach dem "kalten Krieg" auch mit dem BGS etwas geschehen wird, ahnten viele Angehörige der Schwarzenbeker Abteilung.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurde aus dieser Vorahnung Wirklichkeit:

Die Hauptaufgabe des Bundesgrenzschutzes, die Überwachung und Sicherheit der Grenze zur DDR, war im Juni 1990 weggefallen. Trotz der Freude schlichen sich gemischte Gefühle ein, die durch viele Gerüchte verstärkt wurden.

Was wird aus dem Bundesgrenzschutz?

Erleichtert war man zunächst, als bekannt wurde, dass der Bundesgrenzschutz bestehen bleibt und ihm neue Aufgaben neben der Sicherung der Grenzen zu Polen und Tschechien, und die Aufgaben der Bahnpolizei sowie die Gewährleistung der Luftsicherheit auf den deutschen Flughäfen zugewiesen wurden.

Auch das Inkrafttreten des Schengener Abkommens ließ Hoffnung aufkommen, denn die Grenze zu Dänemark und die Flughäfen Hamburg, Bremen und Hannover waren nicht so weit entfernt wir Pirna oder Frankfurt/Oder. So wartete man ab und die Gerüchteküche kochte. Als bekannt wurde, dass zur Bewältigung der neuen Aufgaben Personal benötigt wurde und dafür die Grenzschutzabteilung in Lübeck, die Küsteneinsatzhundertschaft in Neustadt und auch die Ratzeburger Grenzschutzabteilung "Federn lassen müssten", atmeten die Schwarzenbeker Grenzschützer erleichtert auf: "Wir sind nicht betroffen!".

Doch es kam anders.

Der Plan des Bundesministerium des Innern schrieb eine sozialverträgliche Umstrukturierung vor. Dieses sah in der Praxis dann so aus, dass ein Teil der BGS-Beamten der aufgelösten Einheiten nach Schwarzenbek umgesetzt wurden und Schwarzenbeker BGS-Angehörige mit nicht so schwerwiegenden sozialen Kriterien entweder auf freiwilliger Basis oder mit Blick auf die höher dotierten Planstellen zu den Dienststellen mit den neuen Hauptaufgaben abwanderten.

Es gab große Einschnitte im Familien- und Freundeskreis.

Inzwischen ist es in Schwarzenbek wieder relativ ruhig.

Wie lange noch?

Eine zweite Umstrukturierung deutet sich an!

Bleibt der Standort Schwarzenbek bestehen? Das ist die bange Frage!

Archivarisches / Anekdotisches

ABC-Ausbildung

Seite 143

Truppenübungsplatzaufenthalte

Seite 147

Ausbildung in der Abteilung

Seite 151

Aufstiegsausbildung

Seite 154

Der technische Zug im Wasserdienst

Seite 155

Wasserwerfervergleichswettkampf

Seite 156

Sonderwagen im BGS

Seite 157

Philosophie des Begriffs "Sommer"

Seite 161

Großbrand im Abteilungsstab

Seite 162

Schneekatastrophe 1987

Seite 163

Sturm über Deutschland

Seite 164

Der Nikolaus zu Besuch bei der GSA Nord 2

Seite 166

Standortball 1986

Seite 167

Einführung eines Verbandsabzeichens

Seite 168

Baumaßnahmen in der Unterkunft

Seite 169

Aktion "Junge Fahrer"

Seite 171

Einführung von Informationstechnik

Seite 172

Schlusswort

Seite 173

Maskentage bei der GSA III/7

Sehr beliebt waren bei der GSA III/7 die durch den damaligen stellvertretenden Abteilungsführer Sacker angeordneten ABC-Tage. An einem von ihm bestimmten Tag im Monat mussten alle Polizeivollzugsbeamte der Abteilung während der Dienstzeit die ABC-Schutzmaske tragen. Es gab keine Ausnahme. Egal in welcher Funktion oder Tätigkeit sich der einzelne Beamte befand.

Im Innendienst auf den Geschäftszimmern, bei der Formalausbildung und beim Sport.

Nicht jeder Angehörige der Abteilung war vom Sinn dieser Aktion überzeugt. Hinzu kam, dass das Atmen unter der Maske anstrengend und unangenehm war. So versuchte man, diese Anordnung nach Möglichkeit legal zu umgehen. So wurden zum Beispiel Büros von innen abgeschlossen. Beamte hielten sich an vermeintlich sicheren orten auf oder nahmen, als letzte Möglichkeit, Dienstbefreiung für diesen Tag.

Die Durchsetzung dieser Maßnahme war PR Sacker ein persönliches Bedürfnis. So setzte er selbst seine Schutzmaske vorschriftsmäßig auf, bewaffnete sich mit einem Kugelschreiber und seinem berühmt, berüchtigten Buch und schritt zur Tat. Er tauchte überall dort auf, wo man ihn nicht vermutete. In den Werkstätten, Unterrichtssälen, in der Sporthalle und auf den Dienstzimmern der Sachbearbeiter und Hundertschaftsführer, die dann auf heftiges Klopfen von ihm die Tür öffneten.

Jeder, den er ohne Maske antraf, wurde gemaßregelt, in seinem Buch notiert und zur Stellungnahme aufgefordert.

An einem sehr warmen Sommertag ertappte er einen Polizeikommissar, dessen Name hier nicht erwähnt werden soll, nach einer Sportausbildung, nur mit einem Handtuch bekleidet -natürlich ohne Maske- vor dem Duschraum. Das war zu viel! Der junge Kommissar musste einen gewaltigen Wortschwall über sich ergehen lassen.

Wer jemals eine solche Maske getragen hat weiß, wie schwierig es ist, jemanden zu verstehen, der durch diese Maske spricht. So war im Gesicht des Betroffenen nur ungläubiges Staunen zu erkennen. Er nahm eine Haltung an, die der Grundstellung nahe kam.

immer noch war das gedämpfte Gebrüll durch die Maske zu hören und wollte kein Ende nehmen.

Infolge der Erregung und körperlichen Anstrengung wurde dem Vorgesetzten dann doch die Luft knapp. Mit einer ruckartigen Bewegung erfasste er die Maske am Filter, zog sie nach oben und setzte die Maske auf die Stirn. Zum Vorschein kam ein hochrotes Gesicht. Völlig außer Atem setzte PR Sacker seinen Monologfort. Nur einer wesentlich höheren Lautstärke.

Der Anblick des stellvertretenden Abteilungskommandeurs glich jetzt wohl einem Außerirdischen. Es entlockte dem jungen Kommissar ein verlegenes Grinsen.

Daraufhin drehte sich PR Sacker um, setzte seine Maske wieder vorschriftsmäßig auf, murmelte vor sich hin und stapfte eilenden Schrittes davon.

Eine Stellungnahme brauchte der junge Kommissar nicht abgeben.

GSA III/7 - I/Ausb. -Az.: 20/20/2205 vom 07.09.1978

Betr.: ABC-Tage der Abteilung

An diesen Tagen ist von allen PVB im Unterkunftsbereich die ABC-Schutzmaske zu allen Dienstverrichtungen zu tragen ( einschließlich Wachdienste, technische Dienste und im Geschäftszimmerbereich).

Anmerkung durch den Betreiber dieser Webseite

In der folgenden Auflistung nennt der Verfasser Zeitpunkte, Ort und Stärke für Aufenthalte auf Truppenübungsplätzen. Merkwürdig ist, dass hier erst ab 1983 aufgeführt wird.

Faktisch wurde die Abteilung 1x jährlich nach Ehra-Lessien verlegt. Als ich mein 2. Dienstjahr im Herbst 1978 in der 11./- antrat (vorher drei Monate FM-Lehrgang) kam es im Winter 1978 zur 1. Schneekatastrophe, im Februar 1979 zur 2. Schneekatastrophe.

Anfang März 1979 verlegte die gesamte Abteilung nach Ehra-Lessien. Unsere Gruppe befand sich sich auf dem einzigen, noch vorhandenen Gruppenfahrzeug Hanomag mit Plane. Die WEBASCO-Standheizung war defekt und wir mussten uns noch durch so manche Schneewehe pflügen.

Als wir in der Dunkelheit ankamen hatten wir die Hoffnung, unsere "Seesäcke" in einer warmen Stube auspacken zu dürfen.

Entladen - ja, verweilen in der Wärme - nein!

Es ging danach sofort auf die MG-Bahn. Auf dieser befand sich noch eine verharschte und unberührte hohe Schneedecke. Über uns ein sternenklarer Himmel - eine Schweinkälte und auf mehreren Bahnen machten sich die MG-Schützen durch "Sprung auf, marsch ,marsch" und "Stellung" warm. Und uns WURDE warm!!

Gruppenführer und Offiziere hatten ihre Freude daran, die Mannschaften bei Kälte, dem sternenklaren Himmel und den Schneemassen mit MG und Leuchtspurmunition durch die Pläne zu jagen.

1980 (nach Beendigung der Ausbildung) und letztlichen Versetzung nach Schwarzenbek saß ich an meinem 21. Geburtstag (März) auf dem Funktrupp E als Fahrer fest. Wir kamen an dem Freitag aus Ehra-Lessien zurück. Der T-Zug sollte auf dem Rückmarsch als Übungseinlage eine Elbfähre errichten. Die gesamte Abteilung wurde so über die Elbe gebracht.

Nur die FM-Fahrzeuge nicht. Die standen zwar in der Schlange, wurde dann, als sie an der Reihe waren, aber auf die normale Straße und Elbquerung bei Geesthacht geführt. Dafür ein stundenlanges Warten, meine Freunde hatten meine Geburtstagsfeier ausgerichtet und ich kam zu dieser erst nach 24.00 Uhr. Normal wären wir bis 18.00 Uhr zurück gewesen. So ist da eben!

Fakt ist aber, dass ich jedes Jahr in Schwarzenbek mit der Abteilung in Ehre-Lessien verbringen "durfte" und dies nicht erst seit/ab 1983! Auch da durfte ich meinen Geburtstag dann mal wieder auf dem Rückmarsch feiern!

14.03.1983 - 18.03.1983

Truppenübungsplatz Ehra-Lessien

mit 416 PVB

30.01.1984 - 03.02.1984

Truppenübungsplatz Ehra-Lessien

mit 462 PVB

21.01.1985 - 25.01.1985

Truppenübungsplatz Munster

mit 400 PVB

24..08.1988 - 28.08.1988

Truppenübungsplatz Schwarzenborn

mit 368 PVB

Glück im Unglück auf der Fahrt zum Schießen auf dem Truppenübungsplatz Schwarzenborn

22.05.1989 - 26.05.1989

Truppenübungsplatz Ehra-Lessien

mit 342 PVB

19.03.1990 - 23.03.1990

Truppenübungsplatz Ehra-Lessien

mit 348 PVB

Essensausgabe auf dem Truppenübungsplatz Munster (Kohlenbissen)

Einweisung in die Geländeverhältnisse anhand der Einsatzkarte durch den Gruppenführer

Auffahren der Einsatz-Kfz für die Durchsuchung der Übungshäuser in Kohlenbissen

"Befehlsausgabe" bei der Stabshundertschaft anlässlich einer Nachtübung auf dem Truppenübungsplatz Ehra-Lessien

27./29.10.1981 --- Fuchsjagd

25./28.10.1982 --- Herbstreise

23./25.04.1985 --- Schneller Griff II

24.02.1989 - 27.02.1989 --- WINTEX-CIMEX

27./28.09.1983 --- Kreis Herzogtum Lauenburg und Niedersachsen

13.10.1989 - 15.10.1989 --- Bremerhaven

26.02.1985 --- Schleswig-Holstein (Schneller Keiler)

01./02.12.1986 --- Grenzraum GSA Küste 3

In welche Richtung gehen wir?

In welche Richtung gehen wir?

Ausbildung im 1. Dienstjahr 1993: Orientieren im Gelände mit Karte und Kompass

Die Wiedervereinigung Deutschlands und die damit verbundenen Umstrukturierungen des Bundesgrenzschutzes führte auch bei der Schwarzenbeker Abteilung zu Veränderungen. So wurde 1992 eine Einsatzhundertschaft in eine Ausbildungshundertschaft umgewandelt.

Im April 1992 wurden dann auch 60 Dienstanfänger (50 Männer, 10 Frauen) und im Oktober nochmals 73 Dienstanfänger (55 Männer, 18 Frauen) eingestellt. Sie durchliefen die Grundausbildung des 1. Dienstjahres und im 2. Dienstjahr die weitere fachtheoretische und fachpraktische Ausbildung.

Als Beweis für die Qualität der Ausbildung und das Engagement der Ausbilder ist zu erwähnen:

Von den beiden Einstellungsraten hatten auf dem die Ausbildung abschließenden und entscheidenden Laufbahnlehrgang des Grenzschutzpräsidiums Nord in Bredstedt die Schwarzenbeker als Lehrgangsbeste die Nase vorn.

Derzeit befinden sich 129 Dienstanfänger (104 Männer, 25 Frauen), die im Oktober 1994 und 36 Dienstanfänger (28 Männer, 8 Frauen), die im April 1995 in den Bundesgrenzschutz eingestellt wurden, in der Abteilung im 2. Dienstjahr.

Lufttransport

Bilder oben und unten:

Aufnehmen von Einsatzkräften und Verlasten von Gerät in einer "Welle" im BGS-Übungsgelände Büchen.

Bilder oben und unten:

Die Grenzschutzfliegerstaffel Küste stellt ihr Können unter Beweis. Ein VW-Bus wird als Aussenlast in das Zeltlager der 3./GSA Küste 3 im Juni 1987 nach Sylt transportiert.

Beamte des mittleren Polizeivollzugdienstes im Bundesgrenzschutz haben seit Juli 1993 bei Vorliegen der Voraussetzungen nach § 16a BGSLV die Möglichkeit in den gehobenen Polizeivollzugsdienst aufzusteigen.

Für die zu diesem Aufstieg zugelassenen Beamten ist im Rahmen der Einführungszeit von mindestens drei und höchstens sechs Monaten die Teilnahme an einer einen Monat dauernden theoretischen Unterweisung (Einweisungslehrgang) vorgeschrieben.

Über den erfolgreichen Abschluss der gesamten Einweisung entscheidet der Bundespersonalausschuss im Rahmen eines Feststellungsgesprächs.

In der Grenzschutzabteilung Nord 2 wurden 15 Beamte zum Polizeikommissar im BGS bzw. Polizeioberkommissar im BGS ernannt.

In den letzten Jahren haben 18 Beamte aus dem mittleren Dienst nach § 16a BGSLV den Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst geschafft.

Der Technische Zug im Wasserdienst

"Übersetzen von Führungsfahrzeugen anlässlich einer Einsatzübung 1986 über den Elbe-Lübeck-Kanal bei Siebeneichen"

Wasserwerfervergleichswettkampf vom 21.05. - 22.05.1986 im Übungsgelände Büchen

Wasserwerfervergleichswettkampf vom 21.05. - 22.05.1986 im Übungsgelände Büchen

Teilnehmende Mannschaften:

- Niedersachsen 2 Mannschaften

- Bremen

- Grenzschutzabteilung Nord 1 (Winsen)

- Grenzschutzabteilung Küste 1 (Lübeck)

- Grenzschutzabteilung Küste 2 (Ratzeburg)

- Grenzschutzabteilung Küste 3 (Schwarzenbek)

Eine eigene Geschichte über den Sonderwagen im Bundesgrenzschutz soll hier nicht geschrieben werden, aber dennoch soll mit diesem Bericht etwas näher eingegangen werden auf die Historie der geschützten Fahrzeuge in Verbindung mit der Entwicklung/Wartung beim Bundesgrenzschutz.

Was war geschehen?

Infolge des Korea-Kriegs 1950 und der enormen Aufrüstung der Streitkräfte in der damaligen DDR hielt es die Bundesregierung für erforderlich, zum Schutz der Bundesrepublik die eigenen Ordnungskräfte, nämlich den Bundesgrenzschutz, ebenfalls mit geschützten Kampffahrzeugen auszustatten. Es war nicht leicht, denn wir hatten den zweiten Weltkrieg verloren und waren i dieser Frage auf die Zustimmung der Siegermächte angewiesen. Gedacht war an den Ankauf von 60 geschützten Panzerspähwagen der US-Armee, die anl. der Landung der Amerikaner in der Normandie zum Einsatz kamen. Dier Ankauf scheiterte zunächst aber an dem Einspruch der Franzoden in der "Alliierten Hohen Kommission"; Denn mit dem Kauf seien die deutschen Ordnungskräfte ja wieder im Besitz von Kampffahrzeugen mit "schwerer" Bewaffnung.

Die Bundesregierung verzichtete auf die 3,7cm Bordkanone und orderte mit dem Kaufvertrag vom 26.11.1951 -67- gepanzerte Straßenfahrzeuge des Typs "M8" 6-Rad-Panzerspähwagen zu einem Preis von je 4.157,16 DM. Die Übernahme der 110 PS starken Fahrzeuge erfolgte Anfang des Jahres 1952.

Da diese Fahrzeuge seit dem Jahre 1945 ohne Wartung unter freiem Himmel standen und jeder Witterung ausgesetzt waren, stellte sich bald heraus, dass der niedrige Kaufpreis gerechtfertigt war. Der damalige Abteilungskommandeur der Dannenberger Abteilung,

Major Vogt, gebrauchte in seiner Stellungnahme über die Übernahme und den Zustand der Sonderwagen in seiner Urteilsabgabe im Hinblick auf Zustand/Preis der Wagen den Begriff "Schrottpreis". Das sollte eigentlich schon alles sagen.

Zwischenzeitlich lief die Entwicklung eines neuen Sonderwagens an. Grundlage war der in der Schweiz gefertigte "Mowag" (Motorwagen AG). Dieser Typ war damals schon "ABC-Schutz gesichert", war mit zwei Kraftfahrern besetzt für eine gleichschnelle Vorwärts- und Rückwärtsfahrt. Der Bundesminister des Innern orderte zwei Exemplare, um unter Zugrundelegung dieses Typs ein eigenes Modell zu entwerfen. Heraus kam der in den 60-, 70- und 80-er Jahren beim BGS eingesetzten SW 1 und 2.

Diese Fahrzeuge wurden wegen der schwierigen Panzerstahl-Schweißung bei den Firmen Blohm & Voß und Henschel gebaut.

Die plötzliche Einführung des Sonderwagens "Saladin" in den Bundesgrenzschutz Anfang der 60er Jahre war von der Bundesregierung nicht geplant. Es war ein Politikum. Gekauft für die Bundeswehr, aber nicht geeignet - da in der Bewaffnung kein NATO-Kaliber- wurden diese Fahrzeuge mit ihren 76mm-Kanonen dem BGS zugewiesen.

Somit hatte der Bundesgrenzschutz neben dem mit einer 20mm-Kanone bestückten "SW 2" noch ein weiteres Kampffahrzeug.

Im Inkrafttreten des Strukturgesetzes im BGS im Jahre 1976 passte die "schwere Bewaffnung" nicht mehr in das Konzept des "neuen BGS". Der Saladin wurde im Jahr 1977 beim BGS ausgesondert, von der Firma Diehl aufgekauft und an Belgien verkauft. In Belgien wurden alle Sonderwagen zerlegt (durch Laien) und für einen Weiterverkauf nach Afrika vorbereitet. Bei dem anschließenden Zusammenbau gab es Schwierigkeiten, die belgische Regierung wandte sich hilfesuchend an die Bundesregierung um Abstellung von Fachkräften.

Die Sonderwagen SW 1 und SW 2 blieben noch bis Ende der 80er Jahre im Bestand des BGS, mussten dann aber der neuen Generation der Sonderwagen SW 3 und SW 4 weichen.

Der SW 3 ist ein von der Fa. Mercedes gefertigtes gepanzertes Aufklärungsfahrzeug.

Der SW 4 ist ein von der Fa. Thyssen AG gefertigtes, für den Transport von Einsatzkräften vorgesehenes gepanzertes, gummibereiftes zweiachsiges Sonder-Kfz auf einem Unimog-Fahrgestellt der Fa. Mercedes.

Die Bewaffnung besteht aus einem Schnellfeuergewehr "G8"-Nachfolgemodell des MG 42- (im Turm eingebaut) sowie der MP 5 (auf dem Turm montiert). Diese SW 4 gehören zu der Wahlausstattung der dritten Züge einer Einsatzhundertschaft in der Abteilung.

Freischleppen eines festgefahrenen SW 4 durch einen Bergepanzer der Bundeswehr.

Philosophie des Begriffs "Sommer"

Die Frage "Wann ist Sommer?" hat schon machen Philosophen, Wetterfrosch und Dienstvorgesetzten - auch im BGS beschäftigt.

Der Kalendersommer beginnt am 21.06., genauso wie er den Winteranfang auf den 22.12. festlegt.

Zugvögel und andere Tiere beachten diese Daten nicht, sondern regeln die Frage nach ihrem persönlichen Biorhythmus. Allerdings gilt auch hier:

" Eine Schwalbe mach noch keinen Sommer!"

Der Mensch nimmt die Daten zwar als solches zur Kenntnis - schon weil ein Mensch in grauer Vorzeit diese Daten geprägt hat - setzt aber bei der Beurteilung der Frage mehr auf persönliches Wohlbefinden. Damit ist die Jahreszeit "Sommer" einer stetigen kalendermäßigen Schwankung unterworfen.

Beim Bundesgrenzschutz - hier ist eine besondere Gruppe der Menschen beschäftigt - ist am 01.04. jeden Jahres "Sommer" und am 01.10. "Winter". Besonderer Vorteil dieser Regelung ist die althergebrachte, preußische Ordnung und Gleichmäßigkeit.

Kurz: Der Bundesgrenzschutzbeamte kann sich auf Jahre im voraus auf diese Daten einstellen und wird nicht überrascht.

Ein besonderer Verfechter dieser Linie war auch der Abteilungskommandeur, früher Stellvertreter der GSA Nord 2, Polizeidirektor im BGS Sacker.

Unter seiner Führung begann der Beamte auf der Wache, im Büro, auf dem Truppenübungsplatz völlig - ungeachtet jeder Temperatur - am 01.04. zu schwitzen oder am 01.10. zu frieren. Hieraus resultierte, dass sich der Mensch unwohl befand und so freudig der Bekleidungsordnung folgte.

Diese befahl im "Sommer" einen Anzug mit kurzärmligen Hemd und im "Winter" langärmliges Hemd mit Binder. Im Außendienst wurde dem "Sommeranzug" eine Jacke, aber nur auf besondere Anordnung, hinzugefügt. Der "Winteranzug" beinhaltete selbstverständlich die Jacke; Unterführer und Offiziere trugen Handschuhe.

Ins Zweifeln und somit in den vordisziplinaren Raum kam der Mensch, wenn plötzlich und unerwartet im "sommerlichen" April oder Juni Temperaturen von unter 10° Celsius herrschten oder sich beim morgendlichen Wachdienst der Raureif auf dem Oberlippenbart bildete. Besonders prekär war diese Situation aber am Wochenende.

Dann war kein Mensch im Dienst, der möglicherweise eine Jacke oder eine Überziehjacke genehmigen konnte.

Glücklicherweise konnte dies einen BGS-Beamten der GSA Nord 2 nicht treffen.

"Beistelltisch mit Adventsgesteck"

"Beistelltisch mit Adventsgesteck"

Großbrand im Abteilungsstab

oder

"Meilenstein zum Leitenden Polizeidirektor"

In der Vorweihnachtszeit, am Freitag, den 14.12.1984, ließ ein Beamter zum Dienstschluss auf dem Tisch eine brennende Kerze stehen.

Am 17.12.1984 morgens schloss die Reinigungskraft die zusammenhängenden Dienstzimmer auf.

Was sah sie?

Eine Brandstelle und drei schwarz verrußte Dienstzimmer. Auf der Weihnachtsfeier wurde dem Beamten ein Feuerlöscher überreicht.

Ein Sonderwagen (SW 4) mit Räumschild beim Räumen der Grenzstreifenwege im Grenzraum der GSA Küste 3

Schneewehen vor dem Lehrsaalgebäude der Abteilung

Sturm über Deutschland am 26.11.1992

Sturmschäden in der Bremsenprüfhalle der Kraftfahrzeugwerkstatt.

Schadenshöhe ca. 30.000 DM

Sturmschaden am Dach der Ausbildungshundertschaft

In der GSA Nord 2 ist die Nikolausfeier zu einer festen Institution geworden.

Durchgeführt und organisiert wird diese Veranstaltung durch die Gemeinschaft der Beamten auf Lebenszeit der GSA Nord 2. Für die Kinder und deren Eltern ist die hier stattfindende Nikolausfeier eine sehr gute Gelegenheit, mit der Familie gemeinsam etwas in der Abteilung zu erleben. Der Nikolaus schwebt überwiegend mit einem Hubschrauber ein. ebenso gerne wird von unseren kleinen Gästen die Weihnachtsgeschichte, vorgetragen von Herrn Pastor Jürgen Schacht, angenommen.

Schnappschuss vom Standortball 1986 unter dem Motto: " Über den Wolken"

Einführung eines Verbandsabzeichens bei der GSA Nord 2

Im Jahre 1988 führte die Grenzschutzabteilung Nord 2 ein eigenes Verbandsabzeichen ein.

Das Abzeichen ist in drei Symbolfelder - schwarz, rot, gold, - geteilt; zeigt im linken Feld den Bundesadler auf schwarzem Grund, im rechten Feld den 2Schwarzenbeker Wolf" auf metallgoldenem Grund und im unteren roten Feld einen Keilerkopf als Sinnbild für den Funkrufnamen der Abteilung.

Baumaßnahmen in der BGS-Unterkunft Schwarzenbek

Umfangreiche Erdarbeiten und ein teilweise demontiertes Lehrsaalgebäude bestimmen seit September 1993 das Bild der Bundesgrenzschutz-Unterkunft Schwarzenbek.

Unzählige große Kies-, Sand- und Mutterbodenhügel sind dort vorzufinden, wo zuvor gepflegte Rasenflächen und Buschgruppen das gute Erscheinungsbild der BGS-Unterkunft Schwarzenbek mitprägten.

Auslöser für diese Bau- und Erdarbeiten sind zwei seit Jahren geplante und genehmigte große Baumaßnahmen. Bei diesen Baumaßnahmen handelt es sich um einen um die Umstellung der Zentralen Versorgungsanlage (Heizung) vom derzeitigen Koks-/Ölbetrieb auf umweltfreundlichen Erdgas-/Ölbetrieb, zum andren um die Sanierung der Außenfassaden eines Großteils des Gebäudestandes der BGS-Unterkunft Schwarzenbek.

Die Baumaßnahme "Umstellung der zentralen Versorgungsanlage" auf Erdgas-/Ölbetrieb beinhaltet nachstehende Punkte/Arbeiten/Kosten:

- Erneuerung des gesamtem Fernheizleitungen für Raumwärme und Brauchwasser

- Stilllegung des bisherigen Fernleitungsnetzes

- Verlegung einer gemeinsamen Hochdruckgasleitung der Hamburger Gaswerke von der Stadt Schwarzenbek zur BGS-Unterkunft und zur Sachsenwaldkaserne in Elmenhorst

- Verlegung neuer Fernmeldekabel sowie Leerrohre für spätere technische Neuerungen, z.B. Breitbandkabel, Lichtwellenleiter, zentrale Leittechnik usw.

- Einbau von dezentralen Brauchwasserbereichen in den Gebäuden

- Demontage von einem Ölkessel und dem Kokskessel in der Zentralen Versorgungsanlage. Ein Ölkessel verbleibt b.a.w. zur Versorgung des Wirtschaftsgebäudes mit Betriebswärme für Küche, Warmwasser und Heizung

- Einbau von zwei gas-/heizölbefeuerten Kesseln mit zwei Stahlschornsteinen. Der vorhandene gemauerte Schornstein verbleibt zunächst für den Betrieb des alten Heizkessels.

- Die Kosten für die Gesamtbaumaßnahme belaufen sich auf ca. 6,25 Mio. DM. Das zweite Bauvorhaben "Sanierung der Außenfassaden und Anpassung an das neue Raumprogramm für eine GSA-E" umfasst im einzelnen die folgenden Maßnahmen/Kosten:

- Die vorstehenden Bauvorhaben erstrecken sich auf die Hundertschaftsgebäude, Krankenabteilung und Lehrsaalgebäude.

Durch die Modernisierung der Fassaden und Schaffung neuer Lösungen im Dachbereich (Dachüberstände) einschließlich Auswechseln der Fenster sollen die Gebäude den heutigen Anforderungen an Wärmeschutz und konstruktiven Aufbauten angeglichen werden.

Begonnen wurde mit den Modernisierungsarbeiten am Lehrsaalgebäude im Sommer 1993.

Es wurden dabei insbesondere die Fensterelemente, die Heizungsleitungen, die Wärmedämmung der Geschoßdecke und die Außenfassaden mit Wärmedämmung erneuert.

Statt eines Flachdaches erhielt das Lehrsaalgebäude ein abgewalmtes Satteldach aus Aluminiumelementen. Die Modernisierungsmaßnahmen beliefen sich auf ca. 1,25 Millionen DM.

Vielleicht hat das "learning by doing" einige Raser zum Nachdenken und umsichtigen Fahren bewegt.

Am 11.10.1994 fand in der BGS-Unterkunft der GSA Nord 2 ein Verkehrssicherheitstag der "Aktion Junge Fahrer" für Schleswig-Holstein statt.

Den Teilnehmern wurden nicht nur Gefahren aufgezeigt, sondern sie konnten in einem Rettungssimulator auch trainieren, wie man sich aus einem auf dem Dach liegenden Wagen befreit.

Einführung von Informationstechnik bei der

Grenzschutzabteilung Nord 2

Einzeldienstliche Dienststellen des BGS sind seit Jahren mit Computern ausgestattet - nach einer längeren Erprobungsphase im Bereich des Grenzschutzpräsidiums West wurde jetzt auch die Grenzschutzabteilung Nord 2 mit Arbeitsplatzrechnern und Bildschirmarbeitsplätzen ausgestattet.

Diese Computer ermöglichen neben den üblichen Textverarbeitungen, Tabellenkalkulationen und Grafiken auch die Kommunikation mit den anderen vernetzten Arbeitsplatzrechnern. Ziel ist es, dass alle Dienststellen des BGS über den Computer miteinander in Verbindung treten können. Diese Möglichkeit der elektronischen Post beschleunigt die Bearbeitung von Vorgängen in bisher nicht bekanntem Umfang.

Bei der Auswahl der zur Anwendung gelangenden Software wurde besonderer Wert auf die Belange des Datenschutzes gelegt.

Nun gilt es für die ersten sechs Nutzer dieser Computer in der GSA Nord 2, sich schnell mit dem System vertraut zu machen, um auch alle Möglichkeiten auszuschöpfen zu können.

Weiterhin hoffen wir, dass die Technik, die in der Anfangszeit doch einige Tücken aufwies, bis zur Fertigstellung der Chronik durchhält.

Wie sagt doch der Systemadministrator der Abteilung, POM Siegfried Bommrowitz, wenn etwas nicht so klappt, wie man sich das vorstellt -

…. und er nicht mehr weiterweiß : "Alles Bedienungsfehler!"

Nach 25 Jahren des Bestehens der Schwarzenbeker Grenzschutzabteilung sah ich es als Notwendigkeit an, die Geschichte der Abteilung niederzuschreiben.

Der Bundesgrenzschutz war eine Institution, die die Sicherheit der Grenze zur DDR zu gewährleisten hatte. Die entscheidende Phase der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Jahre 1989/1990 konnten wir (an de Grenze / im Standort) miterleben.

Der "neue" Bundesgrenzschutz mit einer anderen Struktur wird versuchen müssen, sich mit der neuen Aufgabenzuweisung ein neues Berufsbild zu schaffen.

Sollte in dieser Chronik nicht alles erwähnt worden sein, so bin ich doch der Meinung, dass die wesentlichen Momente erfasst wurden.

Schwarzenbek, im Mai 1996

Hinweis: vereinzelte Verunreinigungen sind leider drucktechnisch bedingt

Nachwort des Webseitenbetreiber

Uwe Haak erwähnt im Schlusswort die Möglichkeit, dass nicht alles erwähnt wurde. Er jedoch der Meinung war, dass die wesentlichen Momente erfasst wurden.

In der langen Geschichte der Abteilung darf(!!) auch mal der eine oder andere wesentliche Moment zum Zeitpunkt der Fertigung der Chronik nicht im Fokus des Verfassers gewesen sein.

Ich, der selbst 5 Jahre in Schwarzenbek stationiert war und in der Abteilung wohnte, erlaube mir daher in Stichpunkten einige Ergänzungen.

  • Zum Abschnitte "Truppenübungsplatzaufenthalte auf Abteilungsebene": Diese werden erst seit 1983 aufgeführt. Fakt ist, dass solche bereits schon 1978 jährlich durchgeführt wurden. Unzählige Putlos-Aufenthalte bleiben unerwähnt. In dem Abschnitt habe ich dazu etwas geschrieben.

  • Die Schneekatastrophe 1978/79 blieb gänzlich unerwähnt. Im Bereich Dienstgeschichten wird dazu noch ein kleiner Bildbericht folgen.

  • Oft genug erwähnt werden Gruppenführer und Offiziere, die "erstmalig" nach XY abgeordnet wurden. Auch eine Abteilungsgeschichte: Die GSA Küste 3 (das GSK Küste überhaupt) versetzte zum 01.12.1984 erstmaligen einen PVB (nämlich mich) in das Land Niedersachsen. Hamburg, Bremen und Berlin waren im Versetzungsprocedere gegenwärtig - aber Niedersachsen? Das gab es bis dato noch nicht.

  • Im Sommer 1979 verlegte die Abteilung zum GSK Nord (nach Winsen/Luhe). Die Abteilung war zur Unterstützung in Gorleben eingesetzt. Hier existierten damals nur die Erkundungsbohrlöcher, die durch AKW-Gegner zum Teil mit Stallmist verschüttet wurden. Wir fuhren vor Ort 12-Stunden-Schichten. Mit An- und Abfahrt (die BAB gab es noch nicht) waren es 14 Stunden. Wir waren bei Wind und Wetter mit G1 und Parka in den Wäldern. Ohne Wetterschutz.

  • Zu Weihnachten 1978 erfolgte ein Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einer Grenzstreife (VW-Bulli) in Höhe Dalldorf. Außer Sachschaden gab es zum Glück nur "leichtverletzte" Personen. Ich hoffe hierzu noch unter Dienstgeschichten berichten zu können.

  • Die gesamte Abteilung wurde zur Unterstützung Bremens ca. 1983 nach Bremenhaven verlegt. Gegenstand des Einsatzes: Demonstrationsgeschehen gegen die die Verschiffung von US-Atomrakenten (Stichwort Pershing 2 und SS-20)